Jena, 21. Mai 2026. Eine wissenschaftliche Arbeit des Max-Planck-Instituts für Geoanthropologie in Jena wirft ein neues Licht auf die Ernährungsgeschichte der Menschheit: Pflanzen waren in tropischen Regenwäldern bereits Jahrtausende vor der Entstehung des systematischen Ackerbaus eine wichtige Nahrungsgrundlage.
- Thema: Wissenschaftliche Studie zur Ernährung im Pleistozän
- Beteiligte Institution: Max-Planck-Institut für Geoanthropologie (Jena)
- Hintergrund: Intensive Nutzung von Regenwaldpflanzen lange vor der neolithischen Revolution
Das klassische Bild der Landwirtschaft im Wandel
In der Geschichtsschreibung und Archäologie gilt die Sesshaftwerdung des Menschen sowie die damit einhergehende Einführung der Landwirtschaft traditionell als der entscheidende Wendepunkt in der menschlichen Ernährungsweise. Man ging oft davon aus, dass erst der gezielte Anbau von Getreide und Gemüse zu einer primär pflanzenbasierten Ernährung im großen Stil führte. Die neuen Daten aus Jena widerlegen diese Annahme nun für bestimmte Regionen.
Die Forschenden konnten nachweisen, dass die im tropischen Regenwald lebenden Menschen bereits im Pleistozän – also lange vor den ersten bekannten Agrarkulturen – eine hochgradig differenzierte und intensive Nutzung der lokalen Pflanzenwelt etabliert hatten. Der Regenwald diente demnach keineswegs nur als karge Kulisse für die Jagd, sondern war eine reichhaltige Quelle pflanzlicher Nahrungsmittel, die gezielt geerntet und verwertet wurden.
Hintergrund zum Wissenschaftsstandort Jena
Das in Jena ansässige Max-Planck-Institut für Geoanthropologie (ehemals Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte) erforscht mit modernsten naturwissenschaftlichen Methoden die tiefe Vergangenheit unserer Spezies. Durch die Kombination von Archäologie, Genetik und Mikroanalysen – wie etwa der Untersuchung von mikroskopischen Pflanzenresten an prähistorischen Werkzeugen oder Zähnen – können die Jenaer Wissenschaftler die Lebensweise früherer Kulturen detailgetreu rekonstruieren. Solche interdisziplinären Ansätze tragen regelmäßig dazu bei, globale Lehrmeinungen über die Menschheitsentwicklung zu präzisieren.
Quelle:
Studie aus Jena: Pflanzen waren schon lange vor dem Ackerbau wichtig
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