Mit manipuliertem Bild erpresst: 22-Jähriger in Jena wird Opfer von Sextortion

Jena, 21.05.2026 – Ein 22-jähriger Mann aus Jena ist Opfer einer Erpressung im Internet geworden, nachdem er über soziale Netzwerke Kontakt zu einer unbekannten Person hatte.

  • Tatort: Jena (digitaler Raum, Ausgangspunkt Social-Media / Messenger)
  • Tatzeitpunkt: Kürzlich (Ermittlungen gemeldet am 21.05.2026)
  • Schadenshöhe: 1.250 Euro sowie Guthabenkarten (Apple Pay / Geschenkkarten)
  • Ermittelnde Dienststelle: Kriminalpolizei Jena

Der Ablauf der Erpressung

Wie die Polizei berichtet, nahm eine bislang unbekannte Person über eine Social-Media-Plattform Kontakt mit dem jungen Mann auf. Der Chat wurde anschließend auf einen Messengerdienst verlagert. Dort tauschten die beiden sogenannte Einmalbilder aus – Fotos, die nach dem Öffnen automatisch gelöscht werden sollten.

Kurze Zeit später konfrontierte die unbekannte Person den 22-Jährigen mit einem Screenshot eines angeblichen Nacktbildes von ihm. Nach Angaben des Opfers handelte es sich dabei um eine manipulierte Aufnahme. Der Täter drohte damit, das Bild an Freunde, Familienmitglieder und Bekannte des Opfers zu senden, sollte dieser nicht bezahlen. Aus Angst vor der Veröffentlichung überwies der junge Mann insgesamt 1.250 Euro und übermittelte zusätzlich Guthabencodes für Apple Pay sowie Geschenkkarten.

Ermittlungen der Kriminalpolizei

Nachdem der Betroffene die Polizei verständigt hatte, übernahm die Kriminalpolizei die Ermittlungen wegen Erpressung. Die Beamten weisen darauf hin, dass die Täter bei dieser als „Sextortion“ bekannten Masche gezielt Schamgefühle und Ängste ihrer Opfer ausnutzen, um finanziellen Druck aufzubauen.

Prävention & Ratgeber: Wie schütze ich mich vor Sextortion?

Die Polizei Jena und Opferschutzorganisationen warnen regelmäßig vor den Gefahren im Netz. Bei der sogenannten Sextortion (eine Wortschöpfung aus Sex und Extortion/Erpressung) gehen die Täter meist hochprofessionell vor.

Wichtige Verhaltenstipps zur Prävention:

  • Nehmen Sie keine Freundschaftsanfragen von Unbekannten an.
  • Seien Sie zurückhaltend mit der Veröffentlichung und dem Versand von Intimaufnahmen, auch bei vermeintlich sicheren „Einmal-Funktionen“ von Messengern – Screenshots sind jederzeit möglich.
  • Stellen Sie Ihre Privatsphäre-Einstellungen in sozialen Netzwerken so ein, dass Fremde Ihre Freundesliste nicht einsehen können. Dies erschwert es Erpressern, Kontakte für Drohungen herauszusuchen.

Was tun, wenn Sie bereits erpresst werden?

  • Kein Geld zahlen: Die Erfahrung zeigt, dass die Erpressungen nach einer Zahlung meist nicht aufhören, sondern die Geldforderungen steigen.
  • Beweise sichern: Erstellen Sie Screenshots von den Chats, den Profilen der Täter, den Zahlungsaufforderungen und den genutzten Kontoverbindungen oder E-Mail-Adressen.
  • Kontakt abbrechen: Blockieren Sie den Erpresser auf allen Kanälen und reagieren Sie nicht auf weitere Nachrichten.
  • Anzeige erstatten: Wenden Sie sich umgehend an die nächste Polizeidienststelle. Die Beamten sind im Umgang mit solchen Delikten geschult und behandeln die Fälle vertraulich. Hilfe finden Betroffene auch beim bundesweit aktiven Opferhilfe-Verein Weisser Ring.

Quelle:

Mit manipuliertem Bildmaterial erpresst


Transparenz-Hinweis: Dieser Artikel wurde automatisiert erstellt, redaktionell geprüft und mit KI-Unterstützung erweitert.