Jena, 30.04.2026. Die Friedrich-Schiller-Universität Jena und die Ernst-Abbe-Stiftung setzen ihre renommierte wissenschaftliche Vortragsreihe fort. Beim 80. Ernst-Abbe-Kolloquium am kommenden Montag steht die technologische Zukunft im Fokus der Quantenmechanik.
- Was: 80. Ernst-Abbe-Kolloquium zum Thema „Von Katzen, Quanten und Computern“
- Wann: Montag, 4. Mai 2026, 17:00 Uhr
- Wo: Physik-Hörsaal, Max-Wien-Platz 1, Jena
- Referent: Physiker Prof. Dr. Jens Eisert
Der Weg in eine neue Technologie-Ära
Die Veranstaltung beleuchtet aktuelle Entwicklungen in der Quantenphysik und ordnet deren Bedeutung für zukünftige Technologien ein. Unter dem anschaulichen Titel „Von Katzen, Quanten und Computern“ – eine direkte Anspielung auf das berühmte physikalische Gedankenexperiment von Schrödingers Katze – spannt der Referent Prof. Dr. Jens Eisert den Bogen von den theoretischen Grundlagen hin zur praktischen Anwendung.
Im Zentrum des Vortrags stehen neue Ansätze im Bereich des Quantencomputings. Diese Technologie verspricht, Rechenleistungen zu erzielen, an denen klassische Hochleistungsrechner bislang scheitern. Damit könnten in naher Zukunft hochkomplexe Problemstellungen in der Materialforschung, Kryptografie oder Medizin in Bruchteilen der bisher benötigten Zeit gelöst werden.
Hintergrund: Physik-Standort Jena und das Kolloquium
Das Ernst-Abbe-Kolloquium ist eine traditionsreiche Institution der Wissenschaftskommunikation in Jena. Benannt nach dem Physiker, Optiker und Sozialreformer Ernst Abbe, dient die Veranstaltungsreihe seit Jahrzehnten dem Austausch über bahnbrechende Entwicklungen in den Naturwissenschaften.
Der Veranstaltungsort am Max-Wien-Platz ist dabei historisch bedeutsam: Er erinnert an den Physiker Max Wien (1866–1938), der als Direktor des Physikalischen Instituts in Jena maßgeblich an der Erforschung hochfrequenter Schwingungen beteiligt war. Heute bildet der Campus am Max-Wien-Platz ein zentrales Herzstück der physikalisch-astronomischen Fakultät der Friedrich-Schiller-Universität und vereint Lehre und Spitzenforschung am Wissenschaftsstandort Thüringen.
Um die Tragweite des Themas zu verstehen: Im Gegensatz zu klassischen Computern, die Informationen sequenziell mit Bits (0 oder 1) verarbeiten, nutzen Quantencomputer sogenannte Qubits. Durch quantenmechanische Phänomene wie Superposition und Quantenverschränkung können diese Qubits mehrere Zustände gleichzeitig annehmen, was eine nie dagewesene parallele Datenverarbeitung ermöglicht.
Quelle:
Von Katzen, Quanten und Computern
Transparenz-Hinweis: Dieser Artikel wurde automatisiert erstellt, redaktionell geprüft und mit KI-Unterstützung erweitert.