Uni-Präsident Andreas Marx übernimmt Sprecheramt der DEAL-Gruppe

Jena, 3. Juli 2026 – Der Präsident der Friedrich-Schiller-Universität Jena, Prof. Dr. Andreas Marx, hat zum 1. Juli 2026 das Sprecheramt der bundesweiten DEAL-Gruppe übernommen und stärkt damit nachhaltig die nationale Positionierung des thüringischen Forschungsstandortes.

  • Akteur: Prof. Dr. Andreas Marx (Präsident der Friedrich-Schiller-Universität Jena)
  • Position: Sprecher der bundesweiten DEAL-Gruppe
  • Amtsantritt: 1. Juli 2026
  • Nachfolge von: Prof. Dr. Günter Ziegler (Präsident der Freien Universität Berlin)
  • Kernaufgabe: Verhandlung von Open-Access-Rahmenverträgen mit globalen Wissenschaftsverlagen

Ein starkes Signal für die Wissenschaftsstadt Jena

Die Übernahme dieser zentralen Rolle durch Prof. Dr. Andreas Marx ist ein Meilenstein für die Friedrich-Schiller-Universität Jena. Dass die Leitung einer der wichtigsten wissenschaftspolitischen Verhandlungskommissionen Deutschlands nach Jena vergeben wird, unterstreicht das hohe wissenschaftliche Renommee der Saalestadt auf Bundesebene. Es zeigt zudem, dass Thüringen aktiv an der strategischen Gestaltung der digitalen Informationsinfrastruktur im Hochschulwesen mitwirkt.

In seiner neuen Funktion wird Marx die Verhandlungen mit den weltweit größten Verlagen steuern. Ziel ist es, nachhaltige Rahmenbedingungen zu schaffen, die deutschen Forschenden ein uneingeschränktes Publizieren und Lesen ermöglichen. Die kontinuierliche wissenschaftliche Exzellenz der Universität Jena zeigt sich dabei nicht nur in der Administration, sondern auch im regen Austausch vor Ort – wie erst kürzlich beim hochkarätigen Vortrag zur Zukunft der Rente an der Uni Jena deutlich wurde.

🏛️ Historie & Gebäude: Was ist die DEAL-Gruppe und warum ist Open Access so wichtig?

Die DEAL-Gruppe wurde im Auftrag der Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen gegründet. Sie vertritt Hunderte von deutschen Universitäten, Fachhochschulen und Forschungseinrichtungen in gemeinsamen Verhandlungen mit globalen Verlagsriesen wie Elsevier, Springer Nature oder Wiley.

Zuvor mussten wissenschaftliche Bibliotheken horrende Summen zahlen, um Zeitschriften im Abonnement zu beziehen. Gleichzeitig verlangten Verlage oft Gebühren von den Forschern selbst, wenn diese ihre Ergebnisse veröffentlichen wollten. Open-Access-Verhandlungen (wie jene der DEAL-Gruppe) kehren dieses Prinzip um: Durch sogenannte „Publish-and-Read“-Verträge erhalten deutsche Forscher das Recht, ihre Artikel direkt weltweit kostenfrei zugänglich zu machen (Open Access), während die Institute eine faire, gebündelte Pauschalgebühr zahlen. Dies spart erhebliche Steuergelder und stellt sicher, dass wertvolles Wissen für die Öffentlichkeit nicht hinter Bezahlschranken verschwindet.


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Uni-Präsident übernimmt Sprecheramt der DEAL-Gruppe


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