Jena. In diesem Sommer ziehen auffällig viele Schmetterlinge die Blicke in Jenaer Gärten auf sich. Die als Wanderfalter bekannten Tiere schwirren wie kleine Kolibris vor Blüten und saugen Nektar.
- Phänomen: Auffällig häufiges Auftreten von Taubenschwänzchen in Jena
- Experte: Dr. Gunnar Brehm, Biologe
- Ursache: Warme, trockene Witterungsbedingungen begünstigen die Wanderfalter aus dem Mittelmeerraum
- Tipp: Förderung heimischer Pflanzen und Verzicht auf Komplettmahd zum Schutz von Raupen
„Taubenschwänzchen sind diesem Sommer in der Tat auffällig häufig“, sagt der Jenaer Biologe Gunnar Brehm. In einer Gartenanlage im Langetal wurde ein Sommerflieder kürzlich von gleich fünf Exemplaren gleichzeitig umschwirrt. Die Tiere mögen es trocken und warm, weshalb die diesjährigen Bedingungen ideal für sie sind. Als Wanderfalter legen sie weite Strecken aus dem Mittelmeerraum bis nach Skandinavien zurück.
Experten-Tipps für den insektenfreundlichen Garten
Während sich wärmeliebende Arten wie das Taubenschwänzchen oder der Karstweißling in der Region wohlfühlen, stehen heimische Tagfalter oft unter Druck. So ist der Helle Wiesenknopf-Ameisenbläuling im Raum Jena inzwischen ausgestorben. Um Schmetterlinge und andere Insekten im eigenen Garten gezielt zu unterstützen, empfiehlt Experte Gunnar Brehm konkrete Maßnahmen:
- Raupenfutter bereitstellen: Die Raupen vieler Schmetterlingsarten fressen ausschließlich heimische Pflanzen wie Labkraut. Exotische Pflanzen wie Kirschlorbeer oder Thuja bieten keinen Nutzen.
- Teilweise Mahd aussetzen: Blühstreifen sollten länger stehen gelassen und Gärten nicht auf einmal komplett gemäht werden. Dies schützt die Raupen und sichert den Fortbestand von Arten wie dem Schachbrettfalter.
- Nektarquellen schaffen: Eine breite Vielfalt an heimischen Blütenpflanzen zieht über den gesamten Sommer hinweg verschiedene Falterarten an.
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Hintergrund: Die Biologie des Taubenschwänzchens
Das Taubenschwänzchen (Macroglossum stellatarum) gehört zur Familie der Schwärmer. Im Gegensatz zu den meisten anderen Schwärmerarten, die nachtaktiv sind, fliegt dieser Falter tagsüber. Wegen seines rasanten, schwirrenden Fluges und des langen Rüssel wird er oft irrtümlich für einen Kolibri gehalten. Letztere kommen jedoch ausschließlich in Amerika vor. Dank seiner enormen Mobilität kann das Taubenschwänzchen flexibel auf klimatische Veränderungen reagieren.
Quelle:
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Transparenz-Hinweis: Dieser Artikel wurde automatisiert erstellt, redaktionell geprüft und mit KI-Unterstützung erweitert.