Schlöben, 27. Mai 2026. Am Sonntagabend ist ein gemütliches Beisammensein an einer Feuerschale in Schlöben eskaliert: Beim leichtsinnigen Einsatz von Spiritus erlitt ein 14-jähriges Mädchen durch eine Stichflamme Brandverletzungen. Die Polizei hat Ermittlungen wegen fahrlässiger Körperverletzung aufgenommen.
- Was: Unfall durch unsachgemäßen Umgang mit Spiritus an einer Feuerschale
- Wann: Sonntagabend, 24. Mai 2026
- Wo: Schlöben (Saale-Holzland-Kreis)
- Wer: Vier Jugendliche, eine verletzte 14-Jährige, Ermittlungen gegen eine gleichaltrige Freundin
- Folgen: Brandverletzungen an Arm und Bein, Krankenhausbehandlung, Strafverfahren
Gefährlicher Leichtsinn an der Feuerschale
Am Sonntagabend hatten sich vier jugendliche Mädchen in Schlöben versammelt, um das Pfingstwochenende gemeinsam an einer Feuerschale ausklingen zu lassen. Nach Angaben der Landespolizeiinspektion war einer 14-Jährigen die Flamme in der Schale jedoch nicht groß genug.
In der Absicht, das Feuer anzufachen, goss das Mädchen Spiritus direkt aus der Flasche in die Feuerschale. Die chemische Reaktion folgte prompt: Es bildete sich schlagartig eine heftige Stichflamme, die sich unkontrolliert ausbreitete.
Freundin erleidet Brandverletzungen
Eine danebenstehende 14-jährige Freundin konnte der plötzlichen Flammenwand nicht mehr rechtzeitig ausweichen. Sie erlitt durch die immense Hitzeentwicklung Brandverletzungen an Arm und Bein. Die Jugendliche musste zur medizinischen Versorgung umgehend in ein nahegelegenes Krankenhaus eingeliefert werden.
Gegen die Verursacherin wurde von Amts wegen ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung eingeleitet.
🛡️ Prävention & Ratgeber: Sicherer Umgang mit Grill und Feuerschale
Flüssige Brandbeschleuniger wie Spiritus oder Benzin bergen beim Grillen oder beim Betrieb von Feuerschalen extreme Risiken. Die Feuerwehr und Präventionsexperten raten dringend zur Beachtung folgender Sicherheitsregeln:
Keine flüssigen Brandbeschleuniger verwenden: Gießt man flüssigen Spiritus in ein bereits brennendes oder glimmendes Feuer, verdampft die Flüssigkeit schlagartig. Es entsteht ein unsichtbares, hochentzündliches Gasgemisch, das explosionsartig zündet und meterlange Stichflammen erzeugen kann.
Sichere Alternativen nutzen: Verwenden Sie ausschließlich geprüfte, feste Grillanzünder (wie Holz-Wachs-Presslinge) oder spezielle Anzündgele, die für diesen Einsatzzweck zugelassen sind.
Sicherheitsabstand einhalten: Kinder und Jugendliche sollten niemals unbeaufsichtigt an offenen Feuerstellen agieren. Ein Sicherheitsabstand von mindestens zwei bis drei Metern zur Glut sollte stets eingehalten werden.
Löschmittel bereithalten: Halten Sie für den Ernstfall immer geeignete Löschmittel wie Sand, eine Löschdecke oder einen passenden Feuerlöscher bereit. Brennender Spiritus darf niemals mit Wasser gelöscht werden, da sich brennende Flüssigkeiten dadurch unkontrolliert weiterverteilen.
Quelle:
Beim unsachgemäßen Umgang mit Grillanzünder schwer verletzt
Transparenz-Hinweis: Dieser Artikel wurde automatisiert erstellt, redaktionell geprüft und mit KI-Unterstützung erweitert.