Romantikerhaus Jena: Umbau als Kulturleuchtturm

Jena, 19. September 2026 – Das historische Romantikerhaus im Zentrum Jenas steht vor einer grundlegenden Neugestaltung. Als einziges Museum in Deutschland, das die Geschichte und Bedeutung der Frühromantik an historischer Stätte vermittelt, soll das Gebäude zu einem modernen, kulturellen Leuchtturm ausgebaut werden.

  • Ereignis: Umfassender Umbau und Neukonzeption des Romantikerhauses
  • Zeitplan: Schließung für Publikum am 5. Oktober 2026, Baubeginn 2027, Wiedereröffnung im Laufe des Jahres 2029
  • Finanzierung: Gesamtkosten von über 1,1 Millionen Euro für die Ausstellung; Förderung über das INK-Programm durch Bund (ca. 560.000 Euro) und Land Thüringen (knapp 170.000 Euro)
  • Ziele: Verbesserte Barrierefreiheit, neue Dauerausstellung, Aufwertung der Freianlagen
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Drei Teilprojekte für die Zukunft des Museums

Die Verwandlung des Hauses, in dem einst das rebellische Denken der Frühromantiker geprägt wurde, erfolgt in drei Teilprojekten. Neben der Neugestaltung der Dauerausstellung und des Foyers sind bauliche Anpassungen im Inneren sowie eine denkmalgerechte Erneuerung der Freianlagen geplant. Das Projekt wird über das Bundesprogramm „Investitionen in national bedeutsame Kultureinrichtungen in Deutschland“ (INK) sowie durch das Land Thüringen finanziert. Dies unterstreicht die nationale Relevanz des Hauses als Geburtsstätte der deutschen Romantik.

Kulturdezernent Johannes Schleußner betont die wachsende Wahrnehmung der Stadt: „Die Anerkennung unseres Romantikerhauses als national bedeutsame Kultureinrichtung entspricht dieser Entwicklung und ist zugleich ein wichtiges Signal seitens des Bundes.“ Nach dem Umbau soll das Haus neben dem Museumsbetrieb auch wieder verstärkt als Stätte für Lesungen, Konzerte und Vorträge dienen.

Zeitplan und Einschränkungen für Besucher

Bevor die Handwerker anrücken, schließt das Museum am 5. Oktober 2026 vorerst seine Türen für den Publikumsverkehr. Im darauffolgenden Jahr 2027 starten die eigentlichen Umbauarbeiten. Die feierliche Wiedereröffnung ist für das Jahr 2029 anvisiert. Den Prozess verantwortet der Eigenbetrieb JenaKultur gemeinsam mit dem Eigenbetrieb Kommunale Immobilien Jena (KIJ), der die baulichen Maßnahmen im Gebäude und im Außenbereich koordiniert.

Fokus auf Barrierefreiheit und Inklusion

Ein zentrales Anliegen der Modernisierung ist die Verbesserung der Zugänglichkeit. In enger Abstimmung mit dem Beirat für Menschen mit Behinderungen der Stadt Jena wurden barrierefreie Zugänge geplant. Das Erdgeschoss wird komplett barrierefrei erreichbar und soll einen kombinierten Veranstaltungs- und Ausstellungsraum beherbergen. Auch der Hofbereich wird mit neuen Sitzgelegenheiten, Beleuchtung und barrierefreien Wegeführungen aufgewertet, um die Aufenthaltsqualität in der Jenaer Innenstadt zu erhöhen.

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Hintergrund: Das Romantikerhaus und die Jenaer Frühromantik

Das Gebäude am Löbdergraben / Unterm Markt, in dem sich heute das Museum befindet, war ursprünglich das Wohnhaus des Philosophen Johann Gottlieb Fichte. Im Jahr 1981 wurde es nach einer Sanierung als Gedenkstätte eröffnet, die aktuelle Dauerausstellung existiert seit 1999. Die Jenaer Frühromantik gilt als „Revolution des Geistes“, die mit Denkern wie Friedrich und August Wilhelm Schlegel, Caroline Schlegel-Schelling oder Novalis die moderne Literatur, Philosophie und das westliche Freiheitsverständnis maßgeblich beeinflusste.


Quelle:

Neue Blüte für das Jenaer Romantikerhaus


Transparenz-Hinweis: Dieser Artikel wurde automatisiert erstellt, redaktionell geprüft und mit KI-Unterstützung erweitert.