Jena, 11.05.2026. Am Universitätsklinikum Jena (UKJ) wurde erstmals erfolgreich eine neuartige Kombination aus Bypass-Operation und Stoßwellentherapie angewendet. Das Verfahren zielt darauf ab, stark geschwächte Herzen besser zu regenerieren und ist in Thüringen bislang einzigartig.
- Einrichtung: Universitätsklinikum Jena (UKJ), Klinik für Herz- und Thoraxchirurgie
- Neues Verfahren: Erste Kombination aus klassischem Bypass und Stoßwellentherapie in Jena
- Behandlungsziel: Förderung der Geweberegeneration und Steigerung der Pumpleistung
- Erster Patient: 63-jähriger Mann aus Nordthüringen mit schwerer Herzschwäche
Regeneration durch Stoßwellen direkt am Herzmuskel
Die Klinik für Herz- und Thoraxchirurgie am Universitätsklinikum in Jena hat mit dem neuen Eingriff medizinisches Neuland betreten. Deutschlandweit ist das UKJ nach eigenen Angaben erst die zweite Einrichtung, die diese spezielle Methode in der Praxis einsetzt. Der Ablauf der Operation erfolgt in zwei wesentlichen Schritten: Zunächst legen die Chirurgen einen klassischen Bypass, um die Durchblutung des Herzens durch die Überbrückung verengter Herzkranzgefäße operativ wiederherzustellen. Unmittelbar im Anschluss wird der Herzmuskel am offenen Herzen direkt mit Stoßwellen behandelt.
Die fokussierten Stoßwellen sollen tief im Gewebe zelluläre Reaktionen auslösen. Ziel dieser direkten mechanischen Stimulation ist es, die Regeneration des durch chronische Unterversorgung geschädigten Herzgewebes maßgeblich zu fördern und damit die allgemeine Pumpfunktion des Organs langfristig zu stabilisieren.
Deutliche Besserung innerhalb weniger Tage
Der erste Patient, der von der neuen Operationsmethode profitierte, ist der 63-jährige Fred Meyer aus Nordthüringen. Der Mann litt laut Angaben der Mediziner bereits seit mehreren Jahren unter einer ausgeprägten und schweren Herzschwäche, die seine Leistungsfähigkeit stark einschränkte. Das UKJ verzeichnete nach der Operation schnelle Fortschritte: Innerhalb weniger Tage habe sich die Herzleistung des Patienten deutlich verbessert.
Die Ärzte gehen davon aus, dass der Heilungsprozess in den kommenden Wochen noch weiter fortschreiten wird. Die maximalen medizinischen Effekte der kombinierten Bypass- und Stoßwellentherapie auf die Regeneration des Gewebes werden nach etwa drei Monaten erwartet.
Hintergrund: Spitzenmedizin in Jena-Lobeda
Das Universitätsklinikum Jena (UKJ) mit seinem hochmodernen, zentralen Standort im Stadtteil Lobeda ist das einzige Universitätsklinikum in Thüringen. Als Krankenhaus der Maximalversorgung behandelt die Einrichtung jährlich über 300.000 Patienten aus dem gesamten Freistaat und darüber hinaus.
Ursprünglich erlangte die Stoßwellentherapie (Lithotripsie) in der Medizin vor allem durch die berührungsfreie Zertrümmerung von Nierensteinen Bekanntheit. In der modernen Forschung und Herzchirurgie wird das Prinzip der mechanischen Wellen zunehmend genutzt, um körpereigene Heilungsprozesse im Gewebe durch sogenannte Mechanotransduktion – die Umwandlung mechanischer Reize in zelluläre Signale – gezielt anzuregen. Dieser Ansatz bietet Patienten mit fortgeschrittener Herzinsuffizienz neue therapeutische Perspektiven.
Quelle:
Neue Herz-OP am UKJ erstmals erfolgreich eingesetzt
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