Max-Planck-Institut in Jena knackt jahrhundertealtes Rätsel um Malaria-Wirkstoff Chinin

Jena, 19. März 2026 – Einem internationalen Forschungsteam unter Jenaer Leitung ist ein historischer Durchbruch gelungen. Die Wissenschaftler haben das jahrhundertealte Rätsel gelöst, wie der Chinarindenbaum das lebensrettende Malaria-Medikament Chinin herstellt.

  • Erfolg: Vollständige Entschlüsselung der Chinin-Biosynthese
  • Forschungsteam: Max-Planck-Institut für chemische Ökologie (Jena) und University of Georgia
  • Nutzen: Wegbereitend für die ressourcenschonende Laborproduktion von Anti-Malaria-Wirkstoffen

Schrittweise zum komplexen Molekül

Der Chinarindenbaum produziert wertvolle Alkaloide, zu denen auch das gegen Malaria eingesetzte Chinin gehört. Wie genau die Pflanze dieses molekulare Gerüst aufbaut, galt in der Wissenschaft jahrhundertelang als Mysterium. Nun haben Forscher des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie in Jena gemeinsam mit Kollegen der University of Georgia die entscheidenden Puzzleteile gefunden.

In ihrer aktuellen Studie konnten die Wissenschaftler nachweisen, in welchen konkreten Schritten die Pflanze das Chinin synthetisiert. Dabei identifizierten sie gezielt die Enzyme, die als Katalysatoren für die komplexen chemischen Reaktionen innerhalb des Baumes verantwortlich sind.

Neue Wege für die Pharmazie

Die Erkenntnisse aus Jena haben weitreichende Folgen für die medizinische Forschung und die pharmazeutische Industrie. Durch das Verständnis der exakten Biosynthese eröffnen sich neue Möglichkeiten, um Naturstoffe wie Chinin und eng verwandte Wirkstoffe künftig effizient und nachhaltig direkt im Labor herzustellen. Dies könnte die Abhängigkeit von natürlichen Ressourcen verringern und die weltweite Versorgung mit dem essenziellen Medikament optimieren.

Hintergrund: Wissenschaftsstandort Jena

Das Max-Planck-Institut für chemische Ökologie befindet sich auf dem Beutenberg Campus im Süden von Jena. Der Campus ist das Herzstück der modernen Forschung in Thüringen und vereint zahlreiche Institute, die sich mit Lebenswissenschaften, Physik und Optik beschäftigen. Die chemische Ökologie erforscht insbesondere die chemischen Wechselwirkungen zwischen Pflanzen, Insekten und ihrer Umwelt – ein Bereich, in dem der Standort Jena weltweit zu den führenden Adressen zählt.


Quelle:

Geheimnis der Biosynthese von Chinin aufgeklärt


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