Klimawandel und Säugetiere: Studie mit Beteiligung aus Jena

Jena. 17. September 2026 – Ein interdisziplinäres Forschungsteam hat den Einfluss historischer Klimaveränderungen auf die Säugetiervielfalt Zentralasiens im Paläogen vor 66 bis 23 Millionen Jahren untersucht. An der international beachteten Studie ist maßgeblich das Deutsche Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig sowie die Friedrich-Schiller-Universität Jena beteiligt.

  • Thema: Einfluss von Klimawandel auf Säugetiergemeinschaften im Paläogen
  • Beteiligung: Friedrich-Schiller-Universität Jena und iDiv
  • Veröffentlichung: Fachjournal „Nature Communications“
  • Untersuchungszeitraum: Vor 66 bis 23 Millionen Jahren
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Regionale Trockenphasen als Evolutionsfaktor

Unter der Leitung von Dr. Gemma Louise Benevento, Forscherin an iDiv und der Universität Jena, wertete das Team Fossilfunde aus der Mongolei und China aus. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass neben globalen Temperaturverschiebungen vor allem eine regionale Austrocknungsphase im mittleren Eozän die Entwicklung der Tiergemeinschaften entscheidend prägte. Während eine frühe Erwärmungsphase vor rund 56 Millionen Jahren zu einer Verdreifachung der Säugetiervielfalt führte, bewirkten spätere Abkühlungen und Trockenheit einen starken Artenrückgang und eine Verringerung der Körpergröße.

Besonders die wissenschaftliche Arbeit an thüringischen Forschungseinrichtungen trägt dazu bei, solche komplexen ökologischen Zusammenhänge im Detail zu entschlüsseln. Ähnliche biogeografische Einblicke vermitteln gelegentlich auch fachbezogene Veranstaltungen, wie sie beispielsweise über Angebote der Volkshaus- und Bildungsinitiativen in Jena einem breiten Publikum zugänglich gemacht werden.

Relevanz für den heutigen Artenschutz

Die historischen Erkenntnisse liefern wertvolle Hinweise für den Umgang mit dem gegenwärtigen Klimawandel. Die Forschenden betonen, dass regionale und lokale Veränderungen – wie die Wasserverfügbarkeit oder die Verschiebung von Lebensräumen – von enormer Bedeutung für den Erhalt der heutigen Artenvielfalt sind. Um künftige Reaktionen von Ökosystemen auf die globale Erwärmung verlässlich einzuschätzen, müssen solche kleinräumigen Faktoren stärker in Klimaprognosen einbezogen werden.

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Hintergrund: Biodiversitätsforschung in Jena

Jena hat sich über die letzten Jahre zu einem international anerkannten Zentrum für Biodiversitäts- und Evolutionsforschung entwickelt. Durch Institutionen wie das iDiv und die Friedrich-Schiller-Universität fließen ökologische, geowissenschaftliche und historische Daten zusammen, um die Mechanismen von Umweltveränderungen in der Erdgeschichte und deren Parallelen zur Gegenwart zu verstehen.


Quelle:

Klimawandel prägte Säugetiervielfalt vor 66 bis 23 Millionen Jahren


Transparenz-Hinweis: Dieser Artikel wurde automatisiert erstellt, redaktionell geprüft und mit KI-Unterstützung erweitert.