Jenaer Raumfahrt: Technik für den Mond und neue Jobs

Jena, 02. Oktober 2026 – Mit einer klaren Aufbruchstimmung für den High-Tech-Standort hat im Jenaer Tagungszentrum „Ad hoc-Arena“ der 1. Thüringer Luft- und Raumfahrttag stattgefunden. Rund 300 Wirtschaftsvertreter und Politiker diskutierten über die wachsende Bedeutung der Branche, die im Freistaat mittlerweile rund 11.000 Arbeitsplätze umfasst.

  • Thema: 1. Thüringer Luft- und Raumfahrttag (+Defense)
  • Ort: Tagungszentrum „Ad hoc-Arena“, Jena
  • Kernzahlen: Über 100 Unternehmen und Institutionen, rund 11.000 Beschäftigte in Thüringen
  • Zentrale Technik: Navigationstechnik für Sternensensoren aus Jena für internationale Mondmissionen
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Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt zeigte sich bei der Veranstaltung begeistert von der Rolle, die lokale Unternehmen im globalen Raumfahrtsektor einnehmen. Er verwies unter anderem auf die Jena Optronic GmbH, deren Navigationstechnik für Sternensensoren maßgeblich dazu beiträgt, dass US-Raumschiffe auf dem Weg zum Mond sicher navigiert werden und Kurs halten. „Wir können Dinge, die andere auf der Welt nicht können“, betonte Voigt vor den anwesenden Fachleuten.

Rund 11.000 Beschäftigte und starke Wertschöpfung

Die Thüringer Wirtschaftsministerin Colette Boos-John unterstrichen die Bedeutung der heimischen Industrie als verlässlicher Partner. Aktuell sind über 100 Firmen und Institutionen im Freistaat an der Entwicklung und Produktion von Produkten mit direktem Raumfahrtbezug beteiligt. Die Branche zeichne sich durch eine hohe Wertschöpfungstiefe und starke Spezialisierung im Detail aus. Neben der Raumfahrt spielen auch wichtige Anker-Unternehmen der Luftfahrt wie der Triebwerk-Spezialist N3 in Arnstadt eine zentrale Rolle für die wirtschaftliche Entwicklung der Region.

Dennoch blickt die Industrie auch auf Herausforderungen. Vertreter von Rolls-Royce Power Systems und N3 Engine Overhaul Services wiesen auf globale Lieferkettenprobleme bei seltenen Erden, steigende Energiekosten sowie den Fachkräftemangel hin. Auch tarifliche Forderungen erfordern laut Unternehmensangaben eine stetige Steigerung der Produktivität und Leistungsfähigkeit in den Betrieben.

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Hintergrund: Jena als Zentrum für Optik und Photonik

Jena blickt auf eine jahrzehntelange Tradition in den Bereichen Feinmechanik, Optik und Photonik zurück. Durch die enge Vernetzung zwischen der Friedrich-Schiller-Universität, außeruniversitären Forschungseinrichtungen wie dem Abbe Center of Photonics und international agierenden Unternehmen hat sich die Stadt zu einem weltweit anerkannten Innovationszentrum entwickelt, das regelmäßig Spitzenleistungen für globale High-Tech- und Raumfahrtprojekte liefert.

Die Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen (LEG), die das Treffen gemeinsam mit Partnern organisierte, will die Akteure künftig noch stärker vernetzen. Ziel sei es, die Kompetenzen des Standorts sichtbar zu machen, neue Marktakteure einzubinden und Thüringer Firmen gezielt mit internationalen Auftraggebern zusammenzubringen.


Quelle:

Jenaer Technik auf dem Weg zum Mond: Thüringen will Raumfahrtbranche stärken


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