Jenaer Optik für ESA-Satellit FLEX im All

Jena, 01. September 2026. Der europäische Erdbeobachtungssatellit FLEX steht vor dem Start ins All. Um die Photosynthese und den Gesundheitszustand von Pflanzen weltweit aus rund 815 Kilometern Höhe zu analysieren, setzt die Europäische Weltraumorganisation ESA auf hochpräzise Technologie aus Jena.

  • Ereignis: Start des ESA-Satelliten FLEX mit Jenaer Optik
  • Datum: Geplant für den 15. September 2026
  • Beteiligung: Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF (Jena)
  • Kernkomponenten: Doppelspalt-Baugruppe (85 µm Breite) und Spezialspiegel
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Bei der Photosynthese geben Pflanzen einen winzigen Teil der aufgenommenen Sonnenenergie als für das menschliche Auge unsichtbare Fluoreszenz ab. Das Fraunhofer IOF entwickelte im Unterauftrag der OHB System AG eine entscheidende optische Schlüsselkomponente für das an Bord befindliche FLORIS-Spektrometer: eine Doppelspalt-Baugruppe aus Silizium.

Technische Meisterleistung aus Jena: Schlitze und Spiegel

Die beiden Schlitze der Baugruppe sind jeweils 44,15 Millimeter lang, aber gerade einmal 85 Mikrometer breit – vergleichbar mit der Dicke eines menschlichen Haares. Die Anforderungen an die Fertigung im Reinraum waren extrem: Über die gesamte Länge darf die Breite um höchstens einen Mikrometer vom Sollwert abweichen. Um störende Reflexionen zu verhindern, erhielten die Schlitze zudem eine spezielle schwarze Beschichtung.

Auch bei der anschließenden Montage im Abbe Center of Photonics beziehungsweise im Institut zählten Bruchteile von Mikrometern. Die Elemente mussten hochparallel zu den Blenden positioniert werden. Neben den Schlitzen fertigten die Jenaer Forschenden zwei Spiegel für das Spektrometer, deren Oberflächen eine extrem geringe Rauheit von nur 0,3 Nanometer rms aufweisen – dies entspricht etwa dem Abstand von ein bis zwei Atomlagen.

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Hintergrund: Globale Klima- und Vegetationsforschung

Die Messung der sonneninduzierten Chlorophyllfluoreszenz aus dem Weltraum soll der Wissenschaft künftig präzise Einblicke in den globalen Kohlenstoff- und Wasserkreislauf geben. FLEX liefert dabei keine Detailbilder einzelner Pflanzen, sondern erfasst mit einer räumlichen Auflösung von rund 300 mal 300 Metern großflächige Vegetationsdaten. So können Forscher Trockenheit oder Hitze stressbedingter Natur teilweise erkennen, bevor sichtbare Schäden am Boden auftreten. Der Start der Vega-C-Rakete vom Weltraumbahnhof in Kourou ist für Mitte September 2026 geplant.


Quelle:

Satellit soll Pflanzenstress aus 815 km Höhe erkennen, mit Präzisionsoptik aus Jena


Transparenz-Hinweis: Dieser Artikel wurde automatisiert erstellt, redaktionell geprüft und mit KI-Unterstützung erweitert.