Jena, 02. September 2026 – Wenn die Erdbeobachtungsmission FLEX der Europäischen Weltraumorganisation ESA am 15. September 2026 planmäßig ins All startet, fliegt auch Spitzentechnologie aus Jena mit. Forscher des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF haben maßgeblich zum wissenschaftlichen Instrumentarium des Satelliten beigetragen.
- Ereignis: Start der ESA-Mission FLEX mit Jenaer Technologie
- Termin: 15. September 2026
- Beteiligte Institution: Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik (IOF) Jena
- Kernaufgabe: Erfassung der photosynthetischen Pflanzenaktivität aus dem All
Technologische Bedeutung des Jenaer Beitrags
Für das an Bord des Satelliten installierte Spektrometer hat das Fraunhofer IOF eine Doppelspalt-Baugruppe auf Siliziumbasis sowie zwei hochpräzise Spiegel entwickelt und gefertigt. Diese optischen Komponenten gehören zu den anspruchsvollsten Teilen des Messinstruments, da sie extremen physikalischen Belastungen beim Start und im Orbit standhalten müssen und gleichzeitig höchste optische Präzision erfordern.
Das Spektrometer hat die Aufgabe, die schwache, durch Sonnenlicht angeregte Fluoreszenz von Pflanzen aus der Erdumlaufbahn zu messen. Dieser sogenannte „Glow“ der Vegetation ist mit dem bloßen Auge unsichtbar, liefert Wissenschaftlern jedoch exakte Daten über die photosynthetische Aktivität.
Warum die Komponenten für die Weltraumforschung entscheidend sind
Die optischen Bauteile aus Jena ermöglichen es dem Satelliten, kleinste spektrale Veränderungen im Lichtreflex von Pflanzen präzise aufzulösen. Dadurch können Forscher weltweit den Gesundheitszustand, Trockenheitsstress und globale Ökosystemprozesse in Echtzeit überwachen. Dies ist ein entscheidender Fortschritt für die Klima- und Agrarforschung, um Ernteausfälle frühzeitig zu erkennen und globale Vegetationsveränderungen besser zu verstehen.
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Hintergrund: Forschung und Feinmechanik in Jena
Jena blickt auf eine lange Tradition in der Hochpräzisionsoptik und Feinmechanik zurück, die stark mit Namen wie Carl Zeiss und Ernst Abbe verknüpft ist. Heute treiben universitäre Einrichtungen und außeruniversitäre Forschungsinstitute wie das Fraunhofer IOF diese technologische Entwicklung kontinuierlich voran und positionieren den Standort als international führendes Zentrum für Photonik und Raumfahrtoptik.
Quelle:
Gesundheit von Pflanzen vom All aus sichtbar machen
Transparenz-Hinweis: Dieser Artikel wurde automatisiert erstellt, redaktionell geprüft und mit KI-Unterstützung erweitert.