Jena ehrt Eduard Rosenthal: Festsymposium im September

Jena, 20. August 2026. Zum 100. Todestag von Eduard Rosenthal erinnert die Stadt Jena an das außergewöhnliche Wirken des Rechtswissenschaftlers, Politikers und engagierten Stadtbürgers. Ein feierliches Symposium am 18. September 2026 im Historischen Rathaus stellt sein historisches Erbe in den Mittelpunkt.

  • Veranstaltung: Festsymposium und Ausstellung zu Ehren von Eduard Rosenthal
  • Termin: Freitag, 18. September 2026, ab 16:30 Uhr
  • Ort: Historisches Rathaus, Markt 1, 07743 Jena
  • Anmeldung: Kostenfrei, E-Mail bis 11.09.2026 an villa.rosenthal@jena.de

Eduard Rosenthal, geboren 1853, prägte das wissenschaftliche und gesellschaftliche Leben Jenas maßgeblich. Neben seiner Professur an der Friedrich-Schiller-Universität war er maßgeblicher Verfasser der ersten demokratischen Verfassung Thüringens von 1920/21 und unterstützte Stadt und Universität in zahlreichen Ehrenämtern – unter anderem bei der Ausarbeitung des Statuts der Carl-Zeiß-Stiftung an der Seite von Ernst Abbe.

Das Programm des Festsymposiums am 18.09.2026

Das Symposium im Historischen Rathaus bietet ein vielseitiges Programm aus Grußworten, Fachvorträgen und einem Podiumsgespräch, musikalisch umrahmt von einem Streichquartett der Jenaer Philharmonie:

  • 16:30 Uhr – Grußworte & Festvortrag: Begrüßung durch Dr. Thadäus König (Landtagspräsident), Dr. Thomas Nitzsche (Oberbürgermeister) und Prof. Dr. Andreas Marx (Universitätspräsident). Festvortrag von Prof. Dr. Dr. h.c. Eberhard Eichenhofer zum Thema „Warum und wozu Eigentum verpflichtet?“.
  • 18:00 Uhr – Kurzvorträge & Podiumsgespräch: Beiträge von Dr. Dietmar Ebert (Neuer Lesehallen e.V.) und Constanze Mann (Stadtarchiv Jena) sowie ein hochkarätig besetztes Podiumsgespräch unter Moderation von Prof. Dr. Christel Köhle-Hezinger.
  • Ab ca. 19:30 Uhr: Kleiner Empfang und Eröffnung der Wanderausstellung „Eduard Rosenthal – Zwölf Blicke auf sein Leben“.

Hintergrund: Eduard Rosenthals Bedeutung für Jena

Eduard Rosenthal stand wie kaum ein anderer für die Verbindung von akademischer Exzellenz und gesellschaftlicher Verantwortung. Als Vorsitzender des Lesehallenvereins und des Kunstvereins sowie als juristischer Berater prägte er die Kulturentwicklung Jenas um die Jahrhundertwende nachhaltig. Die nach ihm benannte Villa Rosenthal zeugt noch heute von diesem historischen Erbe. Sein langjähriges Wirken im Sinne einer demokratischen Stadtgesellschaft wird durch das aktuelle Gemeinschaftsprojekt von Stadt, Archiven und Universität nach jahrzehntelanger Unterrepräsentanz in der Geschichtsschreibung wieder in das öffentliche Bewusstsein gerückt.

Ausstellung und weitere Stationen

Während des Symposiums wird die begleitende Ausstellung erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Nach der Premiere im Rathaus zieht die Schau in die Ernst-Abbe-Bibliothek um, wo sie ab dem 22. September 2026 um 19:30 Uhr zu sehen sein wird. Im Anschluss ist eine Präsentation an weiteren Orten in Thüringen geplant.


Quelle:

Jena erinnert an einen außergewöhnlichen Menschen


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