Jena, 25. September 2026. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Leibniz-HKI haben den molekularen Umbauprozess von Bakterienstoffen entschlüsselt. Die Untersuchung liefert neue Einblicke in die mikrobielle Anpassungsfähigkeit.
- Thema: Molekularer Umbau von Pandorachelinen bei Pandoraea-Bakterien
- Beteiligte Institutionen: Friedrich-Schiller-Universität Jena, Leibniz-HKI, Exzellenzcluster "Balance of the Microverse"
- Veröffentlichung: Angewandte Chemie International Edition
Wer an Umbauarbeiten denkt, hat meist Gerüste und Baustellen vor Augen. Doch nicht nur Gebäude lassen sich gezielt verändern: Auch auf molekularer Ebene finden solche Prozesse statt. Forschende des Leibniz-HKI und des Exzellenzclusters „Balance of the Microverse“ an der Friedrich-Schiller-Universität Jena haben nun im Detail gezeigt, wie Pandoraea-Bakterien die Eigenschaften der von ihnen produzierten Naturstoffe, der sogenannten Pandoracheline, durch einen gezielten molekularen Umbau modifizieren.
Der molekulare Umbauprozess der Pandoracheline
Bei den Pandorachelinen handelt es sich um Peptide, die von den Bakterien synthetisiert werden. Durch chemische Modifikationen an ihrer molekularen Struktur verändern die Mikroorganismen deren Wirkung und Stabilität. Dieser Mechanismus ermöglicht es den Bakterien, ihre biochemischen Werkzeuge flexibel an veränderte Umweltbedingungen anzupassen. Die Ergebnisse dieser Grundlagenforschung wurden in der Fachzeitschrift Angewandte Chemie International Edition veröffentlicht.
Medizinische Relevanz für die Infektionsbehandlung
Die gewonnenen Erkenntnisse über diese biochemischen Prozesse sind nicht nur aus biologischer Sicht von Bedeutung, sondern könnten langfristig auch für die Medizin relevant werden. Pandoraea-Bakterien können als opportunistische Erreger bei bestimmten Patientengruppen, etwa bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem oder chronischen Lungenerkrankungen, Infektionen auslösen. Das Verständnis darüber, wie sich diese Erreger auf molekularer Ebene anpassen und in verschiedenen Lebensräumen behaupten, bildet eine wichtige Grundlage, um künftig neue Ansätze für die Behandlung hartnäckiger Infektionen zu entwickeln.
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Taschenlehrbuch Mikrobiologie
Umfassendes Fachbuch zu mikrobiologischen Prozessen und molekularbiologischen Grundlagen.
Hintergrund: Mikrobielle Biodiversität in Jena
Der in Jena ansässige Exzellenzcluster „Balance of the Microverse“ widmet sich der Erforschung des Zusammenspiels von Mikroorganismen mit ihrer Umwelt. Dabei steht insbesondere im Fokus, wie mikrobielle Gemeinschaften auf Störungen reagieren und welche molekularen Mechanismen ihrer Anpassungsfähigkeit zugrunde liegen. Die Universität Jena und das Leibniz-HKI bündeln in diesem Bereich ihre Kompetenzen an der Schnittstelle von Mikrobiologie, Chemie und Wirkstoffforschung.
Quelle:
Bakterien bauen Peptid für neue Rolle um
Transparenz-Hinweis: Dieser Artikel wurde automatisiert erstellt, redaktionell geprüft und mit KI-Unterstützung erweitert.