Ig-Nobelpreis für Jenaer Forscherin Prof. Ilona Croy

Jena, 04. September 2026 – Große Ehre für die Friedrich-Schiller-Universität Jena: Prof. Dr. Ilona Croy ist gemeinsam mit einem internationalen Forschungsteam mit dem renommierten Ig-Nobelpreis ausgezeichnet worden. Die Wissenschaftler untersuchten die Wahrnehmung des menschlichen Körpergeruchs in verschiedenen Entwicklungsstadien und lieferten dabei überraschende Erkenntnisse über die Eltern-Kind-Beziehung.

  • Ereignis: Verleihung des Ig-Nobelpreises an Prof. Dr. Ilona Croy (Universität Jena) und Mitautoren
  • Forschungsgegenstand: Wahrnehmung des Körpergeruchs von Babys und Jugendlichen durch Eltern
  • Kernergebnis: Babysüße steuert das Fürsorgeverhalten, während der Geruch von Jugendlichen von Eltern biologisch bedingt anders bewertet wird
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Für ihre Studie befragte die Neurowissenschaftlerin mehr als 250 Eltern und untersuchte deren Gehirnreaktionen im MRT. Das Ergebnis belegt, dass frisch gebackene Eltern den Geruch ihrer Neugeborenen instinktiv als äußerst angenehm empfinden. Dieser Mechanismus ist Teil des sogenannten Kindchenschemas und regt neuronale Netzwerke an, die das Fürsorgeverhalten stärken. Der Duft trägt dazu bei, dass Eltern eine emotionale Bindung zu ihrem Nachwuchs aufbauen und wissen, dass sie zusammengehören, wie auch der an der Studie beteiligte Dresdner Mediziner Thomas Hummel betont.

Biologischer Hintergrund: Warum Heranwachsende anders riechen

Mit dem Eintritt in die Pubertät verändert sich diese Wahrnehmung jedoch grundlegend. Eltern können den spezifischen Geruch ihrer heranwachsenden Kinder plötzlich oft nicht mehr eindeutig zuordnen oder bevorzugen ihn nicht mehr. Evolutionär gesehen hat dieser „Geruchswandel“ einen sehr praktischen und notwendigen Grund: Das Zusammenspiel aus genetischer Ähnlichkeit und den neu einsetzenden Sexualhormonen signalisiert dem Körper eine natürliche Inzestprävention. Die Natur sorgt so dafür, dass genetisch nahe Verwandte für den jeweils anderen sexuell unattraktiv bleiben.

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Hintergrund zum Ig-Nobelpreis

Der Ig-Nobelpreis (eine humorvolle Anspielung auf den Nobelpreis sowie das englische Wort „ignoble“, unedel) wird jährlich für wissenschaftliche Arbeiten verliehen, die „zuerst zum Lachen und dann zum Nachdenken“ anregen. Er soll ungewöhnliche Forschung würdigen und das Interesse der Öffentlichkeit an Wissenschaft und Forschung stärken. Prof. Croy zeigte sich erfreut über die Auszeichnung und bezeichnete den Preis schmunzelnd als eine Ehrung speziell für „Nerds“, die mit viel Humor und wissenschaftlicher Akribie neue Blickwinkel auf das menschliche Zusammenleben eröffnet.


Quelle:

Ig-Nobelpreis geht nach Jena und Dresden: Eltern lieben den Geruch von Babys – den von Jugendlichen aber nicht

Transparenz-Hinweis: Dieser Artikel wurde automatisiert erstellt, redaktionell geprüft und mit KI-Unterstützung erweitert.