Grippeschutzimpfung in Jena: Infektiologe Pletz rät zum Piecks

Jena, 04. Oktober 2026 – Zum Start der neuen Erkältungs- und Grippesaison raten Mediziner und Krankenkassen eindringlich zu einer Schutzimpfung. Insbesondere der Jenaer Infektiologe Mathias Pletz betont die Notwendigkeit des immunologischen Schutzes für ältere Menschen.

  • Thema: Grippeschutzimpfung für die Saison 2026/2027
  • Experte: Prof. Dr. Mathias Pletz (Universitätsklinikum Jena)
  • Empfehlung: Dringender Aufruf zum Impfen vor allem für Risikogruppen
  • Ziel: Abmilderung schwerer Krankheitsverläufe und Vermeidung von Komplikationen

Dringender Appell zur Impfung für Risikogruppen

Nach aktuellen Daten der Kassen ist die Impfbereitschaft in Thüringen zuletzt gesunken. In der vergangenen Saison ließ sich nicht einmal jeder zweite Bürger über 60 Jahre gegen Influenza impfen. Der Jenaer Infektiologe Mathias Pletz unterstreicht jedoch die hohe Bedeutung des Schutzes. Zwar verändern sich die Viren kontinuierlich, sodass die Wirksamkeit von Jahr zu Jahr variieren kann, dennoch bietet der Piks einen entscheidenden Vorteil: Er verhindert zwar nicht jede Infektion, mildert schwere Verläufe jedoch drastisch ab.

Warnung vor schwerwiegenden Komplikationen

Eine Grippe ist keine einfache Erkältung. Pletz warnt vor den weitreichenden gesundheitlichen Risiken, die eine Infektion mit sich bringen kann. Demnach kann das Virus lebensgefährliche Komplikationen wie Herzinfarkte, Schlaganfälle oder schwere Herzrhythmusstörungen auslösen. Das Risiko für solche Herzkreislauf-Zwischenfälle besteht dabei nicht nur während der akuten Erkrankung, sondern hält auch nach einer vermeintlich überstandenen Grippe an. Die Uniklinik Jena erinnert in diesem Zusammenhang auch an die Bedeutung einer stabilen gesundheitlichen Grundversorgung in den Herbst- und Wintermonaten.

Hintergrund: Warum die jährliche Grippeschutzimpfung wichtig ist

Da sich die Influenzaviren ständig wandeln, passt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Zusammensetzung des Impfstoffs jährlich an. Medizinische Einrichtungen wie das Universitätsklinikum Jena fungieren dabei als wichtige Aufklärungszentren in der Region, um über die Notwendigkeit der Immunisierung aufzuklären und schwere Krankenhausaufenthalte während der Winterwelle zu reduzieren.


Quelle:

Vor der Grippesaison: Jenaer Infektiologe Pletz rät zu Grippeschutzimpfung


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