Weltweit einmaliges Experiment: Universität Jena erforscht Gehirnaktivität bei Go-Turnier

Jena, 18. April 2026. An der Universität Jena hat ein weltweit einmaliges Experiment begonnen: Acht Spitzenspieler des asiatischen Brettspiels Go treten in einem Turnier gegeneinander an, während eine Forschungsgruppe ihre physiologischen Daten aufzeichnet.

  • Was: Wissenschaftliches Go-Turnier zur Gehirnforschung
  • Wann: 18. bis 23. April 2026
  • Wo: Universität Jena
  • Fokus: Sauerstoffverbrauch im Gehirn, Umgang mit Rückschlägen, Geschlechterunterschiede

Denksport für die Wissenschaft

Vom 18. bis zum 23. April verwandelt sich die Universität Jena in ein lebendes Labor. In insgesamt zwölf Partien messen sich die acht Top-Spielerinnen und -Spieler in dem komplexen Strategiespiel. Im Gegensatz zu klassischen Wettkämpfen geht es hierbei jedoch primär um die Erhebung wissenschaftlicher Daten. Mit modernster Messtechnik wird beobachtet, wie stark das Gehirn bei diesen kognitiven Höchstleistungen physiologisch beansprucht wird.

Besonderes Augenmerk legen die Forscher auf die Durchblutung und den Sauerstoffverbrauch in den verschiedenen Gehirnregionen. Dabei sollen zentrale Fragen der Psychologie und Neurologie geklärt werden: Wie reagieren die Spielerinnen und Spieler auf unerwartete Rückschläge auf dem Brett? Gibt es signifikante Unterschiede im strategischen Vorgehen und in der Stressverarbeitung zwischen den Geschlechtern? Die gewonnenen Daten sollen Aufschluss darüber geben, wie das menschliche Gehirn komplexe Problemlösungen und Taktiken unter Druck verarbeitet.

Hintergrund: Go und die Kognitionsforschung

Das Brettspiel Go stammt ursprünglich aus Asien und geht auf eine jahrtausendealte Tradition zurück. Es gilt aufgrund seiner schier unendlichen Anzahl an möglichen Spielzügen als eines der komplexesten Strategiespiele der Welt. Bei diesem Spiel geht es um die Kontrolle von Territorium, weitsichtige Taktik und absolute Konzentration. Die Friedrich-Schiller-Universität Jena bietet mit ihrer starken Ausrichtung auf psychologische und neurowissenschaftliche Forschung das ideale Umfeld für ein derartiges Experiment. Die Ergebnisse der Jenaer Studie könnten zukünftig weit über den reinen Denksport hinaus Relevanz haben – etwa um besser zu verstehen, wie Menschen in hochkomplexen Alltagssituationen oder in der modernen, anspruchsvollen Arbeitswelt mit Stress und Problemlösungen umgehen.


Quelle:

Einzigartiges Experiment in Jena: Was passiert beim Denksport im Gehirn?


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