Millionenförderung: Thüringer Forscher planen Durchbruch bei Nanostrukturen

Jena/Erfurt, 21.04.2026. Ein bedeutender technologischer Fortschritt in der Optik- und Halbleiterfertigung kündigt sich an: Forscher aus Thüringen entwickeln eine neuartige Maschine, die hochpräzise Nanostrukturen auf photonischen Bauteilen in bisher unerreichter Größe realisieren kann.

  • Was: Entwicklungsprojekt für eine Anlage zur großflächigen Nanostrukturierung
  • Ziel-Dimension: Bauteile bis zu 1 Quadratmeter (bei sub-atomarer Genauigkeit)
  • Bisheriges Limit: Maximal 30 Zentimeter
  • Fördersumme: 4 Millionen Euro durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
  • Auftaktveranstaltung: 6. Mai auf der Messe „Quantum Photonics“ in Erfurt

Der Sprung in neue Dimensionen

In der Fertigung von hochkomplexen photonischen und optischen Bauteilen stoßen herkömmliche Verfahren aktuell an harte physikalische Grenzen. Bislang lassen sich hochpräzise Nanostrukturen lediglich auf einer maximalen Ausdehnung von rund 30 Zentimetern herstellen. Ein neues Forschungsprojekt unter maßgeblicher Beteiligung Thüringer Wissenschaftler soll diese Limitierung nun drastisch verschieben. Ziel ist die Konstruktion einer Fertigungsanlage, die in der Lage ist, Strukturen auf einer Fläche von bis zu einem Quadratmeter zu bearbeiten.

Die Besonderheit des Vorhabens liegt in der geforderten Genauigkeit: Die Positionierung der Muster und Schichten soll eine Präzision erreichen, die kleiner als ein einzelnes Atom ist. Diese enorme Exaktheit auf einer derart großen Fläche stellt in der Produktionstechnik weltweit ein Novum dar und könnte die Herstellung komplexer optischer Systeme grundlegend verändern.

Millionenförderung für Thüringer Forschung

Das ehrgeizige Vorhaben hat die Unterstützung auf Bundesebene erhalten. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert das Projekt mit insgesamt vier Millionen Euro. Der offizielle Startschuss für die Forscherteams fällt in wenigen Wochen: Ein offizielles Kick-off-Meeting findet am 6. Mai statt. Den thematisch passenden Rahmen hierfür bietet die Fachmesse „Quantum Photonics“, die in der Messe Erfurt veranstaltet wird.

Hintergrund: Photonik und Nanostrukturen in Thüringen

Der Optik- und Photonik-Standort Thüringen, mit seinem historischen und wirtschaftlichen Zentrum in Jena, gehört europaweit zu den führenden Clustern in der Licht- und Nanotechnologie. Einrichtungen wie das Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik (IOF) treiben hier seit Jahrzehnten Innovationen voran.

Nanostrukturen – also extrem feine Muster und Beschichtungen, deren Details in der Größenordnung von Milliardstel Metern liegen – sind eine unverzichtbare Grundlage für moderne Hightech-Anwendungen. Sie werden unter anderem für hochleistungsfähige Lasersysteme, Sensoren in der Medizintechnik, hochauflösende Weltraumteleskope oder Komponenten für zukünftige Quantencomputer benötigt. Die Möglichkeit, diese filigranen Strukturen künftig großflächig und präzise zu produzieren, senkt perspektivisch nicht nur die Herstellungskosten, sondern ermöglicht auch völlig neue Bauteil-Architekturen, die aus kleineren Stücken bisher nicht zusammengesetzt werden konnten.


Quelle:

Großflächige Nanostrukturen mit atomarer Präzision


Transparenz-Hinweis: Dieser Artikel wurde automatisiert erstellt, redaktionell geprüft und mit KI-Unterstützung erweitert.