Feuerwehr Jena: Realitätsnahe Ausbildung in Ohrdruf

Ohrdruf/Jena, 9. Juli 2026 – Die Brandmeister-Anwärter des aktuellen Jenaer Grundlehrgangs absolvieren derzeit ein intensives Praxistraining auf dem Truppenübungsplatz Ohrdruf. Die einwöchige Ausbildung unter realistischen Bedingungen soll die angehenden Einsatzkräfte auf komplexe Notfallszenarien vorbereiten.

  • Ereignis: Praxisausbildung des 9. Feuerwehrgrundlehrgangs
  • Ort: Truppenübungsplatz Ohrdruf (Landkreis Gotha)
  • Dauer des Lehrgangs: 6 Monate (Start: 01. April 2026), ca. 980 Unterrichtsstunden
  • Teilnehmende: 16 Anwärter (u. a. aus Jena, Berlin, Rudolstadt, Nordhausen, Ilmenau)
  • Wichtigste Kooperationspartner: Thüringer Polizeihubschrauberstaffel, Bundeswehr

Anspruchsvolle Praxistage auf dem Truppenübungsplatz

Die Ausbildung auf dem weitläufigen, 4.287 Hektar großen Militärgelände in Ohrdruf gehört zu den härtesten und wichtigsten Abschnitten des sechsmonatigen Grundlehrgangs. Das primäre Ziel dieser intensiven Praxiswoche ist es, die theoretisch erworbenen Fähigkeiten unter realitätsnahen Bedingungen zu festigen. Für die 16 Teilnehmer aus verschiedenen Thüringer Kommunen, der Berliner Feuerwehr sowie der Industrie (TotalEnergies Leuna) bietet der Platz die notwendige Infrastruktur für großflächige Übungen.

Bürgermeister und Sicherheitsdezernent Benjamin Koppe sowie Nick Ludwig, Fachdienstleiter der Feuerwehr Jena, besuchten das Ausbildungslager vor Ort, um sich ein Bild vom Leistungsstand der angehenden Brandmeister zu machen. Koppe betonte dabei die Einzigartigkeit des Standorts: „Der Truppenübungsplatz bietet ideale Bedingungen, um Einsatzlagen unter realistischen Voraussetzungen zu trainieren. Gerade solche Übungen schaffen die notwendige Routine und Sicherheit, damit im Ernstfall jeder Handgriff sitzt.“

Zusammenarbeit mit der Thüringer Polizeihubschrauberstaffel

Ein wesentlicher Schwerpunkt der Ausbildungswoche lag auf der Bekämpfung von Vegetationsbränden. Hierbei arbeiteten die Einsatzkräfte eng mit der Hubschrauberstaffel der Thüringer Polizei zusammen. Auf dem Gelände wurde dazu ein kontrolliertes Strohfeuer entzündet. Die Anwärter übten die Lageerkundung sowie die direkte Brandbekämpfung am Boden.

Unterstützt wurden sie aus der Luft von einem Polizeihubschrauber, der mit einem rund 900 Liter fassenden Löschwasserbehälter präzise Abwürfe flog. Diese Kooperation zwischen Polizei und Feuerwehr ist entscheidend, um bei realen Wald- und Flächenbränden eine schnelle und koordinierte Brandbekämpfung zu gewährleisten. Solche komplexen Szenarien gehören regelmäßig zu den großen Herausforderungen im lokalen Blaulicht-Sektor.

Grenzbelastung bei Tag und Nacht

Die Ausbildungswoche verlangte den Teilnehmern sowohl physisch als auch psychisch alles ab. Neben der Vegetationsbrandbekämpfung standen weitere anspruchsvolle Übungsszenarien auf dem Plan:

  • Brände in mehrstöckigen Gebäuden unter Atemschutz
  • Technische Hilfeleistung bei schweren Verkehrsunfällen mit eingeklemmten Personen
  • Rettung von verschütteten Personen aus Trümmerlagen
  • Such- und Rettungseinsätze bei völliger Dunkelheit im unwegsamen Gelände

Das Training zielt darauf ab, dass die Anwärter auch unter starker körperlicher Erschöpfung handlungsfähig bleiben, im Team kommunizieren und Führungsverantwortung übernehmen.

Strategische Bedeutung für die Fachkräftesicherung in Jena

Jena nimmt bei der Ausbildung eine zentrale Rolle in Thüringen ein. Die Stadt bildet im aktuellen Lehrgang nicht nur für den eigenen Bedarf der Berufsfeuerwehr aus, sondern übernimmt als Dienstleister auch die Qualifizierung für andere Städte und Betriebe. „Gut ausgebildete Feuerwehrkräfte sind eine zentrale Voraussetzung für die Sicherheit in unserer Stadt. Jena leistet hierbei einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung im Feuerwehrwesen“, erklärte Bürgermeister Koppe abschließend.

Der Hauptstandort der gesamten sechsmonatigen Ausbildung ist die Feuer- und Rettungswache Süd in Jena, ergänzt durch Lehrgänge an der Thüringer Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschule in Bad Köstritz.

🛡️ Prävention & Hintergrund: Die Ausbildung im Thüringer Brandschutz

Die Ausbildung für den mittleren feuerwehrtechnischen Dienst in Thüringen setzt ein strenges Auswahlverfahren voraus. Während des sechsmonatigen Grundlehrgangs absolvieren die Teilnehmer rund 980 Unterrichtsstunden. Neben der Brandbekämpfung und der technischen Hilfeleistung umfasst die Ausbildung auch medizinische Grundlagen der Erstversorgung, Gefahrenlehre, Atemschutz- und Belastungsübungen sowie den Erwerb des Rettungsschwimmer-Abzeichens. Durch die Kooperation verschiedener Kommunen und der Industrie wird ein landesweit einheitlicher, hoher Sicherheitsstandard im Brand- und Katastrophenschutz gewährleistet.


Quelle:

Feuerwehr Jena in Ohrdruf

Transparenz-Hinweis: Dieser Artikel wurde automatisiert erstellt, redaktionell geprüft und mit KI-Unterstützung erweitert.


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