Bad Sulza/Apolda, 8. Juni 2026. Ein kurioser Polizeieinsatz in der Toskanatherme Bad Sulza sorgt für Aufsehen: Ein 61-jähriger Mann gab sich fälschlicherweise als Restauranttester aus, bepöbelte Gäste und verteilte Bargeld. Gegen den Mann aus Triptis wurde nun Anzeige wegen Hausfriedensbruchs erstattet.
- Vorfall: Falscher Restauranttester bepöbelt Gäste und verteilt Bargeld
- Ort: Toskanatherme Bad Sulza, Wunderwaldstraße, 99518 Bad Sulza (Auf Google Maps anzeigen)
- Zeitpunkt: Samstag, 6. Juni 2026, Mittagszeit
- Beteiligte: 61-jähriger Mann aus Triptis, Mitarbeiter der Therme, Polizei Apolda
- Rechtliche Konsequenzen: Ermittlungen wegen Hausfriedensbruchs
- Kontakt Polizei Apolda: Telefon 03644 541225, E-Mail dgl.pi.apolda@polizei.thueringen.de
Pöbeleien und Bargeldgeschenke in Bad Sulza
Am Samstagmittag kam es in der Toskanatherme in Bad Sulza zu einem ungewöhnlichen Vorfall. Ein 61-jähriger Mann aus Triptis fiel dort nicht nur durch das Bepöbeln anderer Badegäste negativ auf, sondern auch durch ein äußerst bizarres Verhalten: Er verschenkte willkürlich Bargeld an umstehende Personen. Da er trotz mehrfacher Aufforderung der Angestellten das Gelände nicht verlassen wollte, rief das überforderte Personal schließlich die Polizeiinspektion Apolda. Bereits in der Vergangenheit war der Mann in der Therme negativ aufgefallen.
Gegenüber den eintreffenden Beamten behauptete der Störenfried, er sei als professioneller Restauranttester unterwegs. Die Polizei erteilte ihm einen Platzverweis und leitete ein Ermittlungsverfahren wegen Hausfriedensbruchs ein.
Wie verhalten sich echte Restauranttester?
Der Vorfall zeigt, dass der Begriff des „Restauranttesters“ immer wieder für Verwirrung oder gar Täuschungsversuche genutzt wird. Gastronomen und Betreiber von Freizeiteinrichtungen sollten daher wissen, wie echte Tester arbeiten:
- Absolute Diskretion: Seriöse Restauranttester von bekannten Guides (wie Michelin oder Gault&Millau) arbeiten streng anonym. Sie kündigen sich niemals vorher an und geben sich während des Restaurantbesuchs nicht zu erkennen.
- Keine Sonderbehandlung: Echte Kritiker bestellen und bezahlen ihre Speisen und Getränke wie jeder normale Gast. Sie fordern weder Gratisleistungen noch Sonderbehandlungen ein.
- Professionelles Verhalten: Ein echter Tester würde niemals andere Gäste belästigen, Personal beschimpfen oder gar Bargeld an Passanten verteilen. Erst nach der Bezahlung der Rechnung geben sich manche Kritiker unter Umständen für ein kurzes Gespräch mit der Küche zu erkennen – dies ist jedoch die absolute Ausnahme.
🛡️ Ratgeber: Echte Lebensmittelkontrolleure von Betrügern unterscheiden
Gastronomen und Gewerbetreibende werden immer wieder Ziel von Betrügern, die sich als Kontrolleure ausgeben. So können Sie sich schützen und echte Beamte identifizieren:
1. Dienstausweis verlangen: Offizielle Lebensmittelkontrolleure des Landratsamtes oder der Stadt müssen sich unaufgefordert mit einem offiziellen Dienstausweis mit Lichtbild ausweisen. Lassen Sie sich diesen genau zeigen.
2. Keine Barzahlungen vor Ort: Echte Kontrolleure fordern niemals Bargeld für angebliche Mängel oder Sofort-Gebühren direkt vor Ort ein. Alle offiziellen Gebührenbescheide werden schriftlich per Post zugestellt.
3. Rückversicherung im Amt: Im Zweifel sollten Gastronomen die zuständige Behörde (z.B. das zuständige Veterinäramt oder den Fachdienst Gesundheit und Verbraucherschutz) anrufen und sich die Identität des Kontrolleurs bestätigen lassen, bevor sie Zutritt zu sensiblen Bereichen gewähren.
Quelle:
Seltsamer Restauranttester
Transparenz-Hinweis: Dieser Artikel wurde automatisiert erstellt, redaktionell geprüft und mit KI-Unterstützung erweitert.