Falscher Kripo-Beamter scheitert in Renthendorf: Polizei warnt vor Betrugsmasche

Renthendorf/Jena, 26. Mai 2026. Ein aufmerksamer Bürger hat am Montagmittag im ostthüringischen Renthendorf einen Betrugsversuch durch einen falschen Kriminalpolizisten erfolgreich vereitelt. Die echte Polizei warnt nun eindringlich vor dieser Masche und gibt wichtige Verhaltenstipps.

  • Wer: Ein unbekannter Telefonbetrüger (akzentfreies Deutsch, meldete sich als „Kriminalpolizei“) und ein aufmerksamer Bürger.
  • Was: Betrugsversuch per Telefon (Abfrage von Vermögenswerten zur angeblichen Sicherstellung).
  • Wann: Montagmittag, 25. Mai 2026.
  • Wo: Renthendorf (Saale-Holzland-Kreis).
  • Schaden: Kein finanzieller Schaden entstanden, da das Opfer rechtzeitig auflegte.

Der Vorfall in Renthendorf

Am Montagmittag meldete sich ein unbekannter Anrufer bei einem Mann in Renthendorf. Der Täter gab sich am Telefon pauschal als Mitarbeiter der „Kriminalpolizei“ aus, nannte jedoch keinen konkreten Namen. Im Laufe des Gesprächs versuchte der Betrüger gezielt zu ermitteln, ob sich Bargeld oder andere Wertgegenstände im Haushalt des Angerufenen befinden. Zudem bot er an, diese Wertsachen im Rahmen einer angeblichen polizeilichen „Sicherstellung“ abzuholen.

Der angerufene Mann reagierte vorbildlich: Er erkannte die betrügerische Absicht hinter dem Anruf, beendete das Telefonat umgehend und verständigte die echte Polizei. Da der Betroffene die Masche durchschaute, entstand kein Sach- oder Vermögensschaden. Nach Angaben des Zeugen sprach der vermeintliche Polizist akzentfrei Deutsch.

Warnhinweise der Polizei: So schützen Sie sich

Die Landespolizeiinspektion warnt erneut dringend vor dieser und ähnlichen Telefonmaschen. Betrüger nutzen die Autorität von Behörden schamlos aus, um vor allem ältere Menschen unter Druck zu setzen und um ihre Ersparnisse zu bringen. Die echte Polizei stellt klar: Echte Polizeibeamte fragen am Telefon niemals nach Wertgegenständen und holen diese auch nicht zur Sicherstellung ab.

Folgende Verhaltensregeln sollten Sie im Ernstfall unbedingt beachten (Checkliste):

  • Gesundes Misstrauen zeigen: Die echte Polizei fordert Sie niemals am Telefon dazu auf, Angaben zu Ihren finanziellen Verhältnissen, Ersparnissen oder Wertsachen zu machen.
  • Keine Wertsachen übergeben: Polizeibeamte holen niemals Bargeld oder Wertgegenstände bei Ihnen zu Hause ab, um diese „sicherzustellen“ oder vor angeblichen Einbrüchen zu schützen.
  • Gespräch sofort beenden: Legen Sie bei dem geringsten Verdacht einfach auf. Sie müssen am Telefon nicht höflich sein.
  • Eigene Recherchen anstellen: Rufen Sie im Zweifel die echte Polizei über den Notruf 110 oder über die offizielle Nummer Ihrer örtlichen Dienststelle an. Nutzen Sie dafür nicht die Rückruftaste Ihres Telefons, sondern wählen Sie die Nummer selbst neu.
  • Keine persönlichen Daten nennen: Geben Sie niemals Details zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen an Unbekannte weiter.

🛡️ Prävention & Ratgeber: Enkeltrick und falsche Polizisten

Die Masche mit den „falschen Polizisten“ ist eng verwandt mit dem berüchtigten „Enkeltrick“. In beiden Fällen nutzen organisierte Betrügerbanden psychologischen Druck und Schocknachrichten (wie angebliche tödliche Verkehrsunfälle von Angehörigen oder bevorstehende Einbrüche im Wohnviertel), um Opfer zur schnellen Übergabe von Bargeld oder Gold zu bewegen.

Oftmals erscheint auf dem Telefondisplay der Opfer durch technologische Manipulation („Spoofing“) sogar die Notrufnummer 110 oder die Nummer einer realen Polizeidienststelle. Die Polizei stellt klar: Die echte Polizei ruft niemals unter der Notrufnummer 110 bei Bürgerinnen und Bürgern an.


Quelle:

Betrüger gibt sich als Kripo aus


Transparenz-Hinweis: Dieser Artikel wurde automatisiert erstellt, redaktionell geprüft und mit KI-Unterstützung erweitert.