Jena, 22.08.2026 – Die Friedrich-Schiller-Universität Jena bietet mit ihrer traditionsreichen Anatomischen Sammlung ein außergewöhnliches, lehrreiches Ausflugsziel. Besucherinnen und Besucher können dort die Funktionsweise des menschlichen Körpers anhand echter Präparate und detaillierter Modelle erkunden.
- Ort: Institut für Anatomie der FSU Jena, Teichgraben 7, 07743 Jena
- Öffnungszeiten: Mittwochs 14:00 bis 17:00 Uhr, samstags 10:00 bis 13:00 Uhr
- Eintritt: Frei
- Kontakt: Tel. 03641 9396110 | Web: uniklinikum-jena.de/anatomie1
- Wichtiger Hinweis: Kinder unter 12 Jahren erhalten nur in Begleitung einer erwachsenen Person Zutritt; pietätvolles und respektvolles Verhalten ist zwingend erforderlich.
Faszinierende Anatomie und historische Meilensteine
Die Ausstellung vermittelt anatomische Grundlagen auf anschauliche Weise. Kunstvoll gefertigte Präparate und moderne Modelle zeigen Organstrukturen, Muskeln und Skelettaufbau im Detail. Zu den herausragenden Exponaten der mehr als 200 Jahre alten Sammlung gehören die historischen Zwischenkiefer-Präparate, die eng mit den naturwissenschaftlichen Forschungen von Johann Wolfgang von Goethe in Jena verknüpft sind.
Das Angebot eignet sich besonders für medizinisch und historisch interessierte Gäste und gilt als ideale Bildungsmöglichkeit bei jedem Wetter. Wer weitere Veranstaltungstipps für Thüringen sucht, findet hier eine der wissenschaftsgeschichtlich bedeutendsten Sammlungen des Freistaats.
Sensibler Umgang und Verhaltensregeln
Da in den Schauräumen echte menschliche Präparate und Körperteile Verstorbener ausgestellt werden, legt die Universitätsmedizin großen Wert auf einen würdevollen Rahmen. Für den Besuch gelten klare Regeln:
- Altersbeschränkung: Kinder bis einschließlich 12 Jahre dürfen die Räume ausschließlich in ständiger Begleitung von Erwachsenen betreten.
- Respektvolles Auftreten: Ruhe und ein angemessener Umgangston im Ausstellungsbereich sind Pflicht.
- Reguläre Besuchszeiten: Die Dauerausstellung ist mittwochnachmittags sowie samstagvormittags geöffnet.
Wissenschaftsgeschichte: Goethes Entdeckung in Jena
Die Jenaer Anatomie blickt auf eine lange Tradition zurück. Im Jahr 1784 wies Johann Wolfgang von Goethe hier gemeinsam mit dem Jenaer Anatomieprofessor Justus Christian Loder den Zwischenkieferknochen beim Menschen nach. Dieser wissenschaftliche Meilenstein trug entscheidend dazu bei, die anatomische Verwandtschaft zwischen Mensch und Tier zu belegen, und begründete den Weltruf der Sammlung als medizinhistorisches Denkmal.
Quelle:
Anatomische Sammlung Jena – Dauerausstellung
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