Wissenschaft gegen Faschismus: Aktionswoche an der Universität Jena

Jena, 29. Mai 2026 – Vom 1. bis zum 7. Juni beteiligt sich die Friedrich-Schiller-Universität Jena an der bundesweiten Aktionswoche „Wissenschaft gegen Faschismus“. Das Programm verknüpft wissenschaftliche Debatten mit praktischem Protest und richtet sich ausdrücklich auch an die Jenaer Öffentlichkeit.

  • Was: Aktionswoche „Wissenschaft gegen Faschismus“
  • Wann: 1. bis 7. Juni 2026
  • Wo: Friedrich-Schiller-Universität Jena (verschiedene Veranstaltungsorte)
  • Zentrale Termine: Demonstration am 3. Juni, studentische Vollversammlung am 4. Juni
  • Zielgruppe: Studierende, Lehrende und alle interessierten Bürger
  • Mehr Informationen unter: wissenschaft-gegen-faschismus.de

Lehrende und Studierende der Jenaer Universität setzen im Juni ein deutliches Zeichen für Demokratie und gegen Rechtsextremismus. Im Rahmen der Aktionswoche widmet sich die Hochschule einer kritischen Auseinandersetzung mit aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen. In regulären Lehrveranstaltungen, Seminaren sowie zusätzlichen Veranstaltungen werden die Ursachen demokratiefeindlicher Tendenzen analysiert und wissenschaftlich fundierte Gegenstrategien diskutiert.

Die Organisatoren betonen dabei die enge Verbindung zwischen akademischem Diskurs und praktischem Protest. Wissenschaft soll nicht im Elfenbeinturm verbleiben, sondern aktiv zur demokratischen Willensbildung in der Gesellschaft beitragen. Der theoretische Diskurs wird daher ganz bewusst durch direkte Protestaktionen im öffentlichen Raum ergänzt.

Zentrale Termine der Aktionswoche

Zwei Programmpunkte bilden den Kern der praktischen Aktionen in Jena und rücken den direkten Protest in den Fokus:

  • Mittwoch, 3. Juni 2026 – Demonstration „Uni gegen Rechts“: Die gewerkschaftliche Initiative ruft zu einem gemeinsamen Protestzug auf, um ein unübersehbares Zeichen gegen Rechtsextremismus auf die Straße zu tragen.
  • Donnerstag, 4. Juni 2026 – Studentische Vollversammlung: Auf dieser Versammlung diskutieren Studierende über Formen des zivilgesellschaftlichen Engagements, wirksame Protestformate und den konkreten Umgang mit rechtsextremen Tendenzen im alltäglichen Hochschulbetrieb.

Sämtliche wissenschaftlichen Vorträge und Diskussionsrunden der Woche sind für die Jenaer Stadtgesellschaft geöffnet, um einen breiten Dialog über die Grenzen des Campus hinaus zu ermöglichen.

🎭 Kultur & Stadtleben: Der Kontext der Aktionswoche

Die Aktionswoche basiert auf einem bundesweiten Aufruf von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. Angesichts des Erstarkens rechtsextremer Gruppierungen und verfassungsfeindlicher Bestrebungen in Deutschland soll die gesellschaftspolitische Verantwortung von Hochschulen wieder stärker in den Fokus gerückt werden. Universitäten verstehen sich in diesem Kontext nicht nur als neutrale Ausbildungsstätten, sondern als aktive Hüterinnen demokratischer Grundwerte und wissenschaftlicher Aufklärung.


Quelle:

Aktionswoche „Wissenschaft gegen Faschismus“


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