WG „Carl Zeiss“ plant großes Bauprojekt in Jena-Nord

Jena-Nord, 29.04.2026. Die Wohnungsgenossenschaft „Carl Zeiss“ eG investiert massiv in den Wohnstandort Jena-Nord. Bis Ende 2030 sollen durch einen Mix aus Sanierung, Aufstockung und Neubau in der Leipziger Straße und der Scharnhorststraße insgesamt 60 moderne Wohnungen auf den Markt kommen.

  • Vorhaben: Sanierung, Holzbau-Aufstockung und partieller Neubau
  • Bauherr: WG „Carl Zeiss“ eG
  • Standorte: Scharnhorststraße 5 und 7 sowie Leipziger Straße 42 bis 48
  • Baubeginn: Mitte 2027
  • Geplante Fertigstellung: Ende 2030
  • Wohnraum: 60 Wohnungen insgesamt (davon 29 neu)

Rückbau für neuen Wohnraum

Das Konzept der Genossenschaft sieht tiefgreifende Veränderungen in der bisherigen Bebauungsstruktur vor. Die Bestandsgebäude in der Scharnhorststraße 5 und 7 sowie der Leipziger Straße 46 und 48 bleiben erhalten, werden aber umfassend saniert und durch zusätzliche Etagen in Holzbauweise aufgestockt. Ein anderes Schicksal ereilt die Häuser in der Leipziger Straße 42 und 44: Diese Gebäude werden komplett zurückgebaut. Auf der so gewonnenen Fläche sollen anschließend vier neue Mehrfamilienhäuser errichtet werden.

Barrierefreiheit und Energieeffizienz im Fokus

Die Neu- und Umbauten zielen primär auf eine deutliche qualitative Aufwertung des Wohnangebots ab. Im Mittelpunkt der Planung stehen energetische Verbesserungen, um den aktuellen Klimastandards gerecht zu werden. Zudem sollen barrierefreie Gestaltungsmöglichkeiten realisiert und Aufzüge in die Gebäude integriert werden. Begleitet wird das Bauvorhaben von der Schaffung neuer Parkmöglichkeiten für die Mieterschaft.

Schrittweiser Umzug der Mieter notwendig

Aufgrund des erheblichen Bauvolumens und der Eingriffe in die Bausubstanz ist das Projekt nicht im bewohnten Zustand realisierbar. Für die Umsetzung ist ein schrittweiser Leerzug der betroffenen Wohnungen zwingend erforderlich. Die Wohnungsgenossenschaft hat die aktuellen Mieter nach eigenen Angaben bereits im Rahmen einer Informationsveranstaltung über das bevorstehende Vorhaben und die notwendigen Umzüge in Kenntnis gesetzt.

Hintergrund: Stadtentwicklung in Jena

Aufgrund der topografischen Tallage der Stadt Jena ist ausweisbares Bauland streng limitiert und äußerst wertvoll. Wohnungsunternehmen und Genossenschaften setzen daher seit Jahren verstärkt auf das Konzept der Nachverdichtung und der sogenannten Aufstockung. Durch das Hinzufügen weiterer Etagen auf bestehende Gebäude kann neuer Wohnraum in zentralen Lagen wie Jena-Nord geschaffen werden, ohne dass zusätzliche Grün- oder Freiflächen am Stadtrand versiegelt werden müssen. Insbesondere die Holzbauweise hat sich für solche Aufstockungen etabliert, da das Material verhältnismäßig leicht ist und die Statik der Bestandsgebäude aus den vergangenen Jahrzehnten weniger belastet als herkömmlicher Beton- oder Ziegelbau.


Quelle:

Wohnungsgenossenschaft plant Bauprojekt in Nord


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