Götterversammlung in Jena: Prof. Dr. Andreas Scholl eröffnet Jubiläumsausstellung am Archäologischen Museum

Das Wichtigste in Kürze:

  • Wann: 22. April 2026, 18:00 bis 20:00 Uhr
  • Wo: Universitätshauptgebäude, Fürstengraben 1, Hörsaal 24 (Vortrag) & Fürstengraben 25 (Ausstellung)
  • Was: Festvortrag zur Götterversammlung im Parthenon-Fries & Eröffnung der Ausstellung „Lichtwechsel“
  • Gastredner: Prof. Dr. Andreas Scholl (Staatliche Museen zu Berlin)

Jena. Ein bedeutendes Jubiläum wirft seine Schatten voraus – oder besser gesagt: sein Licht. Das Archäologische Museum der Friedrich-Schiller-Universität Jena feiert in diesem Semester sein 180-jähriges Bestehen. Zu diesem Anlass lädt der Lehrstuhl für Klassische Archäologie am 22. April 2026 zu einem besonderen Abend ein, der wissenschaftliche Exzellenz mit musealer Entdeckerfreude verbindet.

Vortrag: Wenn Athen feiert

Den Auftakt des Abends bildet ein Festvortrag im Universitätshauptgebäude. Als Referent konnte kein Geringerer als Prof. Dr. Andreas Scholl gewonnen werden. Scholl, Direktor der Antikensammlung der Staatlichen Museen zu Berlin (Stiftung Preußischer Kulturbesitz), gilt als einer der führenden Experten auf dem Gebiet der griechischen Plastik und Architektur.

Sein Thema, „Athen feiert den Geburtstag Athenas. Zur Götterversammlung im Ostfries des Parthenon“, verspricht einen tiefen Einblick in eines der bedeutendsten Bauwerke der Antike. Der Parthenon auf der Akropolis in Athen ist nicht nur ein architektonisches Meisterwerk, sondern war auch das spirituelle Zentrum des antiken Stadtstaates. Besonders das Fries, das die Panathenäen – das große Fest zu Ehren der Stadtgöttin Athena – darstellt, gibt der Forschung bis heute Rätsel auf und bietet Raum für faszinierende Interpretationen. Scholl wird in seinem Vortrag beleuchten, wie die Götter in diesem steinernen Meisterwerk dargestellt sind und welche politische und religiöse Symbolik sich dahinter verbirgt.

180 Jahre Archäologisches Museum: „Lichtwechsel“

Der Vortrag dient als akademischer Rahmen für ein lokales Highlight: die Eröffnung der neuen Sonderausstellung „Lichtwechsel. Antike Reliefs neu sehen“. Seit fast zwei Jahrhunderten bewahrt die Universität Jena einen Schatz an Abgüssen und Originalen, der Studierenden und der Öffentlichkeit die Welt der Antike näherbringt. Das 180-jährige Bestehen des Museums ist ein Zeugnis für die lange Tradition der Altertumswissenschaften in der Saalestadt.

Die neue Ausstellung setzt – passend zum Titel – auf eine neue Betrachtungsweise. Antike Reliefs, oft als statische Steinbilder wahrgenommen, entfalten ihre volle Wirkung erst durch das Spiel von Licht und Schatten. Die Ausstellungsmacher versprechen, bekannte Stücke in einem wörtlich „neuen Licht“ zu präsentieren und so Details sichtbar zu machen, die dem bloßen Auge oft verborgen bleiben.

Vom Hörsaal ins Museum

Die Veranstaltung ist zweigeteilt und verbindet Theorie mit Praxis. Nach dem Vortrag von Prof. Dr. Andreas Scholl im Hörsaal 24 des Universitätshauptgebäudes (Fürstengraben 1) zieht die Gesellschaft wenige Meter weiter in den Fürstengraben 25. Dort wird die Sonderausstellung feierlich eröffnet. Dies bietet den Besuchern die Gelegenheit, das frisch Gehörte direkt im musealen Kontext zu reflektieren und mit den Experten ins Gespräch zu kommen.

Die Veranstaltung ist öffentlich und barrierefrei zugänglich. Für Kulturinteressierte in Jena bietet dieser Abend eine seltene Gelegenheit, Spitzenforschung aus Berlin direkt vor der Haustür zu erleben und gleichzeitig die lokale Universitätsgeschichte zu feiern.


Quelle:

Vortrag: Athen feiert den Geburtstag Athenas. Zur Götterversammlung im Ostfries des Parthenon


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