Jena, 12.05.2026. Das Universitätsklinikum Jena rückt im Rahmen einer aktuellen Aktionswoche ein lebenswichtiges Thema in den Fokus: die Sepsis bei Schwangeren. Die auch als Blutvergiftung bekannte Erkrankung ist in der Schwangerschaft und im Wochenbett besonders schwer zu diagnostizieren und birgt enorme Gefahren.
- Wer: Universitätsklinikum Jena (UKJ)
- Was: Aktionswoche zur Sensibilisierung für Sepsis-Erkrankungen
- Fokusgruppe: Schwangere, Frauen im Wochenbett und medizinisches Personal
- Gefahr: Seltene, aber oft zu spät erkannte und potenziell tödliche Entzündungsreaktion
Lebensgefahr durch versteckte Blutvergiftung
Eine Sepsis entsteht, wenn das Immunsystem überreagiert und der Körper infolge einer bakteriellen oder viralen Infektion beginnt, eigene Organe anzugreifen. Besonders tückisch ist diese Situation bei werdenden Müttern: Die normalen, physiologischen Veränderungen und Beschwerden während einer Schwangerschaft oder kurz nach der Entbindung können die typischen Warnsignale einer Sepsis stark maskieren. Deshalb fällt es selbst medizinischen Fachleuten im Frühstadium häufig schwer, die lebensgefährliche Entzündungsreaktion zweifelsfrei zu diagnostizieren.
Das Uniklinikum Jena nutzt die laufende Aktionswoche, um sowohl das eigene Personal als auch betroffene Frauen für das Thema zu sensibilisieren. Die frühzeitige Diagnose ist absolut entscheidend, da sich der Gesundheitszustand von Mutter und Kind bei einer unerkannten Blutvergiftung innerhalb weniger Stunden dramatisch verschlechtern kann.
Hintergrund: Sepsis erkennen und sofort handeln
Die Sepsis ist ein massiver medizinischer Notfall, bei dem ein sofortiger Therapiebeginn über Leben und Tod entscheidet. Typische, aber teils unspezifische Warnzeichen umfassen ein extremes, nie dagewesenes Krankheitsgefühl, plötzliche Verwirrtheit, Atemnot, einen stark beschleunigten Puls und hohes Fieber oder extremen Schüttelfrost. Experten warnen davor, solche massiven Symptome in der Schwangerschaft oder kurz nach der Geburt vorschnell als gewöhnliche Erschöpfung abzutun.
Das Universitätsklinikum Jena im Stadtteil Lobeda gilt bundesweit als eines der wichtigsten Zentren für Sepsis-Forschung. Die dortigen Experten raten eindringlich: Bei einem akuten Verdacht auf eine außer Kontrolle geratene Infektion sollte umgehend ärztliche Hilfe gesucht und im Notfall immer der Rettungsdienst über die 112 alarmiert werden.
Quelle:
Video: Uniklinik Jena macht auf Sepsis in der Schwangerschaft aufmerksam | MDR.DE
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