Uniklinikum Jena: Höhere Patientensicherheit durch digitale Arzneimittelversorgung

Jena, 23. April 2026. Das Universitätsklinikum Jena (UKJ) modernisiert seine krankenhausinterne Arzneimittelversorgung. Mit einem verstärkten Fokus auf digitale Prozesse und moderne Technik soll die Patientensicherheit auf den Stationen massiv erhöht werden.

  • Einrichtung: Universitätsklinikum Jena (UKJ), Institut für Krankenhauspharmazie
  • Standort: Am Klinikum 1, Jena
  • Verantwortlich: Andreas Iffland (Abteilungsleiter Krankenhauspharmazie)
  • Maßnahme: Digitalisierung der Medikamentenvergabe für höchste Patientensicherheit

Technik gegen menschliche Fehler

Die logistische Herausforderung in einem Großklinikum ist immens: Täglich müssen tausende Medikamente exakt dosiert und dem richtigen Patienten zugeordnet werden. Um Verwechslungen oder Fehldosierungen auszuschließen, setzt das Institut für Krankenhauspharmazie am UKJ unter der Leitung von Andreas Iffland nun auf weitreichende digitale Kontrollmechanismen. Das übergeordnete Ziel der Klinik-Apotheke ist simpel, aber im Klinikalltag überlebenswichtig: „Das richtige Medikament für den richtigen Patienten.“

Durch den Einsatz zeitgemäßer Technologie wird der gesamte logistische Weg einer Tablette oder Infusion weiter optimiert. Digitale Systeme helfen dabei, Fehlerquellen bei der Verordnung, der Zusammenstellung und der finalen Verabreichung der Arzneimittel am Krankenbett signifikant zu reduzieren.

Hintergrund: Das Uniklinikum in Lobeda und moderne Medikamenten-Logistik

Das Universitätsklinikum Jena ist die einzige Einrichtung dieser Art in Thüringen und mit über 6.000 Mitarbeitern der größte Arbeitgeber der Region. Durch den konsequenten Ausbau des Standorts im Stadtteil Lobeda wurden in den vergangenen zwei Jahrzehnten nahezu alle klinischen Disziplinen an einem Ort gebündelt. Dies ermöglicht auch eine hochzentralisierte Logistik.

So funktioniert digitale Arzneimittelsicherheit: In modernen Krankenhausapotheken wird im Zuge der Digitalisierung zunehmend das sogenannte Unit-Dose-System angewandt. Dabei verpacken Großautomaten die individuelle Tagesration an Medikamenten für jeden Patienten in kleine, personalisierte Tütchen (Blister), die mit einem Barcode versehen sind. Vor der Verabreichung auf der Station scannen Pflegekräfte sowohl das Medikament als auch das digitale Patientenarmband. Nur wenn die Software eine hundertprozentige Übereinstimmung meldet, wird das Medikament freigegeben. Solche geschlossenen digitalen Kreisläufe (Closed Loop Medication Administration) gelten in der Medizin als Goldstandard, um Medikationsfehler zu vermeiden.


Quelle:

So sicher wie nie zuvor: Was das Uniklinikum Jena bei der Arzneimittelversorgung anders macht


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