Jena, 28. April 2026. Das Universitätsklinikum Jena (UKJ) modernisiert seine Arzneimittelversorgung tiefgreifend. Mit dem Einsatz von Blisterautomaten und digitalen Medikamentenschränken geht das Krankenhaus aktiv gegen Fehler bei der Tablettenausgabe vor und entlastet insbesondere das Pflegepersonal auf den Stationen.
- Thema: Einführung digitaler Medikamentensysteme
- Ort: Universitätsklinikum Jena (UKJ)
- Technik: Blisterautomaten und vernetzte Medikamentenschränke
- Zuständigkeit: Institut für Krankenhauspharmazie (Andreas Iffland)
- Ziel: Maximale Patientensicherheit und Fehlervermeidung im Schichtdienst
Kampf den Fehlerquellen in der Nachtschicht
Müdigkeit in der Nachtschicht oder Stress auf voll belegten Stationen sind bekannte Risikofaktoren im Klinikalltag. Das Universitätsklinikum Jena setzt genau hier an und überlässt das fehleranfällige Richten der Medikamente per Hand zunehmend moderner Technik. Andreas Iffland, Abteilungsleiter am Institut für Krankenhauspharmazie, begleitet diesen Digitalisierungsprozess, der nach Angaben der Klinik neue Maßstäbe in der Patientenversorgung setzt.
Die neuen Blisterautomaten in der Zentralapotheke portionieren die Tabletten patientenindividuell und verschweißen sie in kleinen Tütchen, sogenannten Blistern. Diese sind mit dem Namen des Patienten und dem exakten Einnahmezeitpunkt bedruckt. Auf den Stationen selbst kommen zusätzlich digitale Medikamentenschränke zum Einsatz, die den Zugriff regeln und jede Entnahme automatisch dokumentieren. Das Pflegepersonal spart dadurch wertvolle Zeit, die direkt in die eigentliche Patientenbetreuung fließen kann.
Hintergrund: Das UKJ in Jena-Lobeda
Das Universitätsklinikum im Stadtteil Lobeda ist das einzige seiner Art in ganz Thüringen und versorgt als Maximalversorger Patienten aus einem weiten Umkreis. Die Digitalisierung der Medikamentenversorgung ist ein zentraler Baustein, um die Behandlungsqualität weiter zu steigern und gleichzeitig dem bundesweiten Fachkräftemangel in der Pflege zu begegnen.
Maschinelles „Blistern“ schließt menschliche Verwechslungen, die bei manueller Sortierung entstehen können, nahezu aus. Gerade bei älteren oder chronisch kranken Patienten, die eine Vielzahl unterschiedlicher Präparate einnehmen müssen (Polymedikation), bietet die maschinelle Sortierung und Überprüfung durch die Krankenhausapotheke ein Höchstmaß an Sicherheit vor potenziellen Wechselwirkungen.
Quelle:
Statt müder Nachtschwestern: Wie das Uniklinikum Jena mit digitaler Medikamentenausgabe Leben rettet
Transparenz-Hinweis: Dieser Artikel wurde automatisiert erstellt, redaktionell geprüft und mit KI-Unterstützung erweitert.