UKJ gewinnt 10.000 Euro: Neues Projekt bringt Sepsis-Aufklärung als Street Art nach Jena

Jena, 05. März 2026. Ein Projektteam des Universitätsklinikums Jena (UKJ) hat mit einem innovativen Konzept zum Thema Sepsis einen bundesweiten Hochschulwettbewerb gewonnen. Jugendliche sollen dabei die lebensbedrohliche Krankheit unter professioneller Anleitung künstlerisch aufarbeiten und in den öffentlichen Raum bringen.

  • Projekt: Street-Art-Workshop zur Aufklärung über Sepsis
  • Initiatoren: Dr. Caroline Neumann (Intensivmedizin), Dr. Margit Leitner (Biologie) sowie die Künstler Marko Kurth und Michael Drosdek
  • Auszeichnung: Preisträger im Hochschulwettbewerb „Wissenschaftsjahr 2026 – Medizin der Zukunft“
  • Fördersumme: 10.000 Euro Preisgeld

Medizinisches Wissen trifft auf urbane Kunst

Die Gefahren einer Sepsis sind vielen Menschen nicht im vollen Umfang bewusst. Um das zu ändern, geht ein Team des Universitätsklinikums Jena nun einen ungewöhnlichen, kreativen Weg. Die Intensivmedizinerin Dr. Caroline Neumann und die Biologin Dr. Margit Leitner haben ein Konzept entwickelt, das medizinische Aufklärung direkt mit der Jugendkultur verbindet. Dafür wurden sie nun im Rahmen des Hochschulwettbewerbs zum Wissenschaftsjahr 2026, das unter dem Motto „Medizin der Zukunft“ steht, ausgezeichnet.

Mit dem gewonnenen Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro wird ein umfassender Street-Art-Workshop für Jugendliche finanziert. Gemeinsam mit den Künstlern Marko Kurth und Michael Drosdek bekommen die Teilnehmenden die Möglichkeit, sich intensiv mit den medizinischen Hintergründen der komplexen Infektionskrankheit auseinanderzusetzen. Die Jugendlichen können im direkten Dialog mit den Expertinnen Fragen stellen, sich informieren und ihre daraus resultierenden Eindrücke in großformatige Kunstwerke umsetzen.

Sichtbarkeit im öffentlichen Raum

Das erklärte Ziel des Projektes ist es nicht nur, die direkt teilnehmenden Jugendlichen aufzuklären, sondern eine breite Öffentlichkeit in Jena zu erreichen. Daher sollen die im Workshop entstehenden Kunstwerke anschließend an gut frequentierten Orten im öffentlichen Raum sichtbar gemacht werden. So fungiert die Street Art als dauerhafter, visueller Impulsgeber, der Passanten im Alltag dazu anregen soll, sich mit dem oft unterschätzten Thema Sepsis zu beschäftigen.

Hintergrund: Sepsis und die Forschung am UKJ

Eine Sepsis, umgangssprachlich oft als Blutvergiftung bezeichnet, ist eine lebensbedrohliche Komplikation bei Infektionen. Dabei greift das körpereigene Immunsystem nicht nur den Erreger, sondern auch die eigenen Organe an. Unbehandelt führt dieser Zustand schnell zu multiplem Organversagen und zum Tod. Ein rasches Erkennen der Symptome – wie plötzliche Verwirrtheit, extreme Schmerzen, Atemnot oder ein nie gekanntes Krankheitsgefühl – ist entscheidend, da jede Stunde bis zur Antibiotikagabe zählt.

Das Universitätsklinikum Jena, dessen Hauptstandort sich in Lobeda befindet, gilt als eines der wichtigsten Zentren für Sepsisforschung in Deutschland. Mit spezialisierten Forschungseinrichtungen wird hier seit Jahren intensiv an der Früherkennung und an besseren Behandlungsmöglichkeiten gearbeitet. Präventionsprojekte und unkonventionelle Aufklärungskampagnen sind ein fester Bestandteil der Jenaer Strategie, um die Sensibilität in der Bevölkerung zu erhöhen und die Sterblichkeitsrate bei Sepsis langfristig zu senken.


Quelle:

UKJ-Projekt bringt Sepsis-Thema in Street Art


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