Jena, 10. Mai 2026. Die U17-Fußballerinnen des FC Carl Zeiss Jena haben Vereinsgeschichte geschrieben und stehen erstmals im Finale des DFB-Pokals der Juniorinnen. Mit einem souveränen 2:0-Heimsieg am Wochenende gegen RB Leipzig ließ das Team von Trainer Roy Bergner den Traum vom Endspiel wahr werden.
- Wettbewerb: DFB-Pokal der Juniorinnen (Halbfinale)
- Partie: FC Carl Zeiss Jena U17 vs. RB Leipzig U17
- Endergebnis: 2:0 (1:0)
- Torschützin: Anna Axer (34., 74. Minute)
- Nächster Gegner: VfB Stuttgart
- Termin für das Endspiel: 30. Mai 2026 (Austragungsort: Köln-Höhenberg)
Knappe erste Hälfte und der Befreiungsschlag
Die erste Halbzeit der Begegnung gestaltete sich zunächst chancenarm, beide Teams agierten taktisch diszipliniert. Nach gut einer halben Stunde hatte der Jenaer Anhang erstmals den Torschrei auf den Lippen, als Anouk Schröder nach einer scharfen Hereingabe von Elli Richter den Ball nur knapp verpasste. Fast im direkten Gegenzug sorgte Leipzigs Ida Kunze mit einem Volleyschuss nach einer Flanke von Elaine Gleixner für Gefahr, der Ball ging jedoch deutlich am Tor vorbei.
Die Führung für die Gastgeberinnen entsprang schließlich einer Standardsituation: Ein weit getretener Freistoß von Josefine Schmitz aus der Nähe der Mittellinie landete punktgenau im Strafraum. Dort reagierte Anna Axer blitzschnell und beförderte die Kugel per Direktabnahme an Leipzigs Torhüterin Lilly Westphal vorbei zum umjubelten 1:0 (34. Minute) ins Netz.
Axer schnürt den Doppelpack zur Entscheidung
Nach dem Seitenwechsel fanden die Thüringerinnen noch besser in die Partie und drängten auf die Entscheidung. Leipzig tat sich im Angriffsdrittel schwer, klare Ausgleichschancen herauszuspielen. In der Schlussphase krönte der FCC schließlich seine starke Leistung: Die eingewechselte Marleen Maibohm leitete den Angriff über die rechte Seite ein und passte flach ins Zentrum. Elli Richter bewies Übersicht, legte den Ball mustergültig ab, und erneut war es Anna Axer, die das Spielgerät sehenswert zum 2:0-Endstand (74. Minute) in den oberen rechten Winkel schweißte. Weitere hochkarätige Chancen der Jenaerinnen blieben danach ungenutzt, änderten aber nichts mehr am verdienten Sieg.
Hintergrund: Balsam nach dem Vorjahres-Drama
Für die U17-Auswahl des FC Carl Zeiss Jena ist dieser Finaleinzug ein ganz besonderer Meilenstein, der auch tiefe emotionale Wunden schließt. Genau ein Jahr zuvor stand das Team im selben Wettbewerb ebenfalls im Halbfinale, musste sich damals jedoch nach einem dramatischen Spielverlauf denkbar knapp mit 5:6 nach Elfmeterschießen gegen den VfL Wolfsburg geschlagen geben. Trainer Roy Bergner ist es gelungen, die Mannschaft nach diesem Rückschlag mental und spielerisch weiterzuentwickeln. Das anstehende Endspiel am 30. Mai in Köln-Höhenberg stellt für die jungen Thüringerinnen nun den bisherigen Höhepunkt ihrer Laufbahn dar. Der Frauenfußball besitzt in Jena eine lange Tradition, die maßgeblich durch den früheren FF USV Jena begründet wurde, dessen Strukturen im Sommer 2020 in den FC Carl Zeiss Jena überführt wurden.
Quelle:
Dank Axers Doppelpack: Jena folgt VfB ins Finale
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