Jena, 18.05.2026. Die strengen Ticketbeschränkungen rund um das Thüringenderby zwischen dem FC Carl Zeiss Jena und dem FC Rot-Weiß Erfurt haben für deutlichen Unmut in beiden Fanlagern gesorgt. Mit einem Mobilisierungsvideo und klaren Forderungen nach fairen Bedingungen für Heim- und Gästefans positionierte sich die Südkurve Jena gegen die Auflagen der örtlichen Behörden.
- Thema: Fan-Proteste rund um das Thüringenderby
- Akteure: Südkurve Jena, Steigerwaldkurve (Erfurt)
- Auslöser: Reduzierung des Gästekontingents durch die Stadt Jena auf 800 Tickets
- Forderung: Aufhebung der Kontingentbegrenzungen (1.600 Tickets für Gästefans)
Gemeinsamer Ärger über Ticket-Kürzungen
Die Brisanz des traditionsreichen Thüringenderbys zeigte sich zuletzt nicht nur auf dem Rasen, sondern vor allem in der Fanpolitik. Nachdem der FC Rot-Weiß Erfurt bekannt gab, aus Protest komplett auf das reduzierte Gästekontingent zu verzichten und stattdessen eine Demonstration im Feindesland zu organisieren, zog die Jenaer Fanszene nach. Unter dem Motto „Raus auf die Straße!“ rief die Südkurve Jena ebenfalls zu einem Treffpunkt in der Jenaer Innenstadt auf.
In einer veröffentlichten Botschaft solidarisierten sich die FCC-Anhänger im Kern mit der Kritik an den Beschränkungen. Sie forderten als „selbst von willkürlichen Kontingentsbegrenzungen betroffene Südkurve“ faire Bedingungen. Konkret bedeutet dies den Ruf nach einem uneingeschränkten Kartenkontingent – nicht nur für das prestigeträchtige Derby, sondern für alle weiteren Spiele.
Mobilisierung per Video im Meisterrennen
Um dem Protest Nachdruck zu verleihen, veröffentlichte die Südkurve zudem ein Mobilisierungsvideo. Mit Aufnahmen vergangener Fanmärsche und Derbyauftritte in Erfurt wurden die Anhänger aufgerufen, in einheitlicher Kleidung („Schwarz – Jeans – Schwarz“) aufzutreten. Sticheleien blieben dabei nicht aus: Im Vorfeld schickten Erfurter Fans beispielsweise einen bemalten Zug mit „Anti FCC“-Schriftzügen durch die Region.
Der sportliche Rahmen des Derbys war dabei ohnehin hochspannend: Der FC Carl Zeiss Jena befand sich im direkten Fernduell mit Lok Leipzig um die Tabellenspitze, da beide Teams kurz vor dem Saisonfinale punktgleich aufschlossen.
Hintergrund: Die Sanktionen am Ernst-Abbe-Sportfeld
Die Ticketreduzierung im Ernst-Abbe-Sportfeld geht auf direkte behördliche Vorgaben zurück. Nach Ausschreitungen in der Vergangenheit sanktionierte die Stadt Jena die Gastspiele von vier spezifischen Vereinen: Chemie Leipzig, Hallescher FC, Lok Leipzig und Rot-Weiß Erfurt. Für diese sogenannten Risikospiele wurde das reguläre Gästekontingent von 1.600 auf 800 Eintrittskarten halbiert.
Das Stadiongelände im Jenaer Paradies steht bei solchen Begegnungen unter besonderer Beobachtung. Für Anwohner und Pendler bedeuten Derbys dieser Größenordnung regelmäßig erhebliche Verkehrseinschränkungen auf der angrenzenden Stadtrodaer Straße (B88) sowie temporäre Ausfälle oder Umleitungen im Nahverkehr, insbesondere bei den Straßenbahnlinien 1, 4 und 5, die direkt am Stadionareal verkehren.
Quelle:
Südkurve Jena veröffentlicht Video für Marsch zum Thüringenderby – Faszination Fankurve
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