Schloss Hummelshain: Wappentiere werden saniert – Spenden für Herzogsstein nötig

Das Wichtigste in Kürze

  • Ort: Neues Schloss Hummelshain (Saale-Holzland-Kreis).
  • Maßnahme: Restaurierung der lebensgroßen Löwen und Bären (Wappentiere) am Portikus.
  • Finanzierung: Unterstützung durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz.
  • Schaden: „Herzogsstein“ an der Hirschgruppe durch umgestürzten Baum irreparabel zerstört.
  • Ziel: Ersatz des Steins bis zum 16. September 2026 (200. Geburtstag des Schlossbauers).

Hummelshain/Jena (11.02.2026) – Es sind Nachrichten, die sowohl Hoffnung wecken als auch Sorgenfalten verursachen, die uns aktuell aus dem nahegelegenen Hummelshain erreichen. Das „Neue Schloss“, oft als eines der bedeutendsten Zeugnisse des Historismus in Thüringen bezeichnet, steht im Fokus umfangreicher Bemühungen zum Erhalt der Bausubstanz. Während an der Fassade ein wichtiger Schritt zur ästhetischen Wiederherstellung getan wird, hat die Natur im Schlosspark einen herben Rückschlag verursacht.

Restaurierung der steinernen Wächter

Besucher, die sich dem imposanten Portikus des Neuen Schlosses nähern, werden künftig Zeugen feiner Handwerkskunst. Die lebensgroßen Wappentiere – majestätische Löwen und Bären, die seit jeher den Eingangsbereich flankieren – werden einer dringend notwendigen Kur unterzogen. Der Zahn der Zeit und Witterungseinflüsse haben den Skulpturen stark zugesetzt.

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz greift hierbei finanziell unter die Arme und ermöglicht den Start der Arbeiten. Beauftragt wurde der erfahrene Bildhauer Sven Offenbächer aus Pogez (Mecklenburg). Seine Arbeit beginnt zunächst mit präzisen Abformungen der Figuren. Diese Schritte sind essenziell, um die feinen Details der heraldischen Symbole und der Tierkörper authentisch zu sichern und für die Nachwelt zu erhalten. Es ist ein positives Signal für das Schloss, dessen Sanierungsbedarf in der Region seit Jahren ein wichtiges Thema ist.

Sturmschaden im Park: Herzogsstein zerstört

Doch die Freude über den Fortschritt am Hauptgebäude wird durch einen Vorfall im weitläufigen Schlosspark getrübt. Im Bereich des Denkmals „Hirschgruppe“ hat ein umgestürzter Baum massive Schäden angerichtet. Besonders tragisch: Der sogenannte Herzogsstein wurde dabei vollkommen zerstört.

Der Stein, der an Herzog Ernst I. erinnert, war erst vor Kurzem aufwendig restauriert worden. Experten haben nach einer Begutachtung nun festgestellt, dass das historische Original nicht mehr zu retten ist – der Stein ist irreparabel zerbrochen. Die einzige Lösung ist die Anfertigung einer originalgetreuen Kopie, um das Ensemble des Denkmals wieder zu vervollständigen. Dies stellt den Förderverein, der sich aufopferungsvoll um das Gelände kümmert, vor neue finanzielle Herausforderungen.

Spendenaktion für das Jubiläum

Um die Kosten für die Neuanfertigung des Herzogssteins zu decken, wurde kurzfristig eine Spendenaktion ins Leben gerufen. Der Zeitplan ist ambitioniert, aber symbolträchtig gewählt: Bis zum 16. September 2026 soll der neue Stein an seinem angestammten Platz stehen. An diesem Datum jährt sich der Geburtstag des Schlosserbauers zum 200. Mal – ein würdiger Anlass, um die Geschichte des Ortes in tadellosem Zustand zu präsentieren.

Für Denkmalfreunde aus Jena und dem Saale-Holzland-Kreis bietet sich hier die Gelegenheit, einen direkten Beitrag zum Erhalt der regionalen Geschichte zu leisten. Das Schloss Hummelshain bleibt ein kultureller Leuchtturm, dessen Erhalt eine Generationenaufgabe ist.

Wir werden weiter über den Fortschritt der Arbeiten berichten.


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