Kurz & Kompakt: Der Vorfall im Überblick
- Ort des Geschehens: Wirtschaftsweg zwischen Lehnstedt und Kleinschwabhausen (Weimarer Land).
- Zeitpunkt: Feststellung am Samstagnachmittag (31.01.2026).
- Fund: Schlachtabfälle von zwei Schafen.
- Zuständige Behörde: Polizeiinspektion Weimar / LPI Jena.
- Aktenzeichen für Hinweise: 0026833/2026.
Jena/Lehnstedt (02.02.2026) – Ein Fall von Umweltkriminalität beschäftigt derzeit die Polizeiinspektion Weimar und sorgt für Unverständnis in der Region. Unbekannte Täter haben am vergangenen Wochenende Schlachtabfälle einfach in der freien Natur entsorgt, anstatt diese fachgerecht zu beseitigen. Die Behörden weisen eindringlich auf die damit verbundenen Gefahren für Mensch und Tier hin.
Widerlicher Fund auf dem Wirtschaftsweg
Wie die Landespolizeiinspektion Jena am Sonntagmorgen mitteilte, machten Passanten am Samstagnachmittag eine unappetitliche Entdeckung auf einem Wirtschaftsweg. Der betroffene Bereich liegt ländlich abgeschieden zwischen den Ortschaften Lehnstedt und Kleinschwabhausen.
Vor Ort stellten die Beamten fest, dass es sich bei dem Unrat um die Überreste von zwei Schafen handelte. Die Täter luden die Schlachtabfälle einfach am Wegesrand ab und verschwanden unerkannt. Solche Wirtschaftswege werden oft von Landwirten, aber auch von Spaziergängern und Hundebesitzern genutzt, weshalb der Fund schnell gemeldet wurde. Die illegale Beseitigung deutet darauf hin, dass die Schlachtung möglicherweise privat durchgeführt wurde und man sich die Kosten oder den Aufwand einer regulären Entsorgung sparen wollte.
Gefahr für Umwelt und Gesundheit
Die Polizei und Veterinärämter warnen regelmäßig vor solchen Handlungen. Das wilde Entsorgen von Tierkadavern oder Schlachtabfällen ist kein Kavaliersdelikt, sondern stellt ein ernstzunehmendes Risiko dar.
Verwesende Tierteile können das Grundwasser verunreinigen und Krankheitserreger verbreiten. Besonders brisant ist dies in Zeiten, in denen Tierseuchen wie die Afrikanische Schweinepest oder Vogelgrippe immer wieder aufflackern – auch wenn es sich in diesem konkreten Fall um Schafe handelte. Wildtiere wie Füchse, Wildschweine oder Ratten werden durch den Geruch angelockt, fressen von den Kadavern und können so potenzielle Krankheiten weitertragen.
Auch für Haustiere besteht eine Gefahr: Hunde, die beim Spaziergang an den Abfällen schnuppern oder davon fressen, können sich schwerwiegende Infektionen zuziehen. Die fachgerechte Entsorgung über eine Tierkörperbeseitigungsanstalt ist daher gesetzlich streng vorgeschrieben, um genau diese Risikokette zu unterbrechen.
Ordnungswidrigkeit mit empfindlichen Folgen
Rechtlich gesehen handelt es sich bei der Tat um eine Ordnungswidrigkeit nach dem Tierische Nebenprodukte-Beseitigungsgesetz (TierNebG). Je nach Schwere des Falls und der Menge der entsorgten Abfälle können hierfür Bußgelder im hohen drei- bis vierstelligen Bereich verhängt werden. Sollte eine direkte Gewässerverunreinigung nachgewiesen werden, kann aus der Ordnungswidrigkeit schnell eine Straftat werden.
Die Polizeiinspektion Weimar hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht nun nach den Verursachern. Da für den Transport der Überreste von zwei Schafen vermutlich ein Fahrzeug genutzt wurde, hoffen die Beamten auf Beobachtungen von Anwohnern oder Spaziergängern.
Zeugenaufruf der Polizei
Haben Sie am Samstagnachmittag (31.01.2026) verdächtige Fahrzeuge oder Personen auf dem Wirtschaftsweg zwischen Lehnstedt und Kleinschwabhausen beobachtet? Können Sie Angaben zur Herkunft der Tiere machen?
Hinweise nimmt die Polizeiinspektion Weimar entgegen. Bitte beziehen Sie sich bei Ihrer Meldung auf das Aktenzeichen 0026833/2026.
Kontaktmöglichkeiten:
Telefon: 03643 8820
E-Mail: pi.weimar@polizei.thueringen.de
Bleiben Sie aufmerksam und melden Sie ähnliche Funde umgehend den Behörden, um die Ausbreitung von Krankheiten und die Verschmutzung unserer Landschaft zu verhindern.
Quellen:
Original
Transparenz-Hinweis: Dieser Artikel wurde automatisiert erstellt, redaktionell geprüft und mit KI-Unterstützung erweitert.