Jena, 30.08.2026 – Die Landespolizeiinspektion Jena verzeichnete am vergangenen Wochenende mehrere Einsätze im Stadtgebiet, darunter einen Betrugsfall, eine großangelegte Vermisstensuche sowie eine Verfolgungsfahrt unter Alkoholeinfluss.
- Ereignisse: Trickbetrug in Lobeda, Vermisstensuche in Winzerla/Göschwitz, Trunkenheitsfahrt mit Moped
- Datum: 28. bis 30. August 2026
- Einsatzorte: Jena-Lobeda, Jena-Winzerla, Jena-Göschwitz, Stadtrodaer Straße
- Polizeiinspektion: Landespolizeiinspektion Jena, Telefon: 03641 81-0
Schockanruf: Rentnerin verliert zehntausende Euro
Am Freitagmorgen, den 28. August 2026, kam es in der Felix-Auerbach-Straße im Stadtteil Lobeda zu einem vollendeten Trickbetrug. Eine 83-jährige Rentnerin wurde Opfer eines sogenannten Schockanrufs. Die Täter täuschten über mehrere Stunden hinweg in aufeinanderfolgenden Telefonaten vor, dass ein naher Angehöriger an einer schweren Krebserkrankung leide und sofortige Medikamente benötige.
In der Annahme, dringend helfen zu müssen, übergab die Seniorin schließlich eine größere Summe Bargeld an der Wohnungstür an eine unbekannte Person. Die Polizei warnt eindringlich vor dieser Betrugsmasche und empfiehlt folgende Verhaltensweisen:
- Seien Sie grundsätzlich misstrauisch bei telefonischen Geldforderungen.
- Geben Sie niemals persönliche Daten oder Informationen über Vermögensverhältnisse am Telefon preis.
- Beenden Sie ungewollte und verdächtige Telefonate mit unbekannten Personen umgehend.
- Versuchen Sie im Zweifelsfall, Familienangehörige über bekannte und selbst gewählte Rufnummern zu erreichen.
Erfolgreiche Suche nach vermisstem Mann
Einen Tag darauf, am Samstagmittag (29.08.2026), löste die Meldung über einen vermissten 61-jährigen Mann einen größeren Einsatz in Winzerla aus. Angehörige hatten mitgeteilt, dass sich der Mann in suizidaler Absicht von seiner Wohnanschrift entfernt habe.
Neben mehreren Streifenwagen waren auch ein Fährtensuchhund der Polizei sowie Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr Jena beteiligt. Gegen 17:00 Uhr orteten die Einsatzkräfte den Vermissten auf einer Wiese im Bereich Göschwitz nahe der Autobahn. Rettungskräfte und ein Notarzt brachten den Mann umgehend in die Zentrale Notaufnahme.
Fahrt unter Alkoholeinfluss endet am Burgauer Wehr
Am Sonntagmorgen gegen 01:50 Uhr versuchte ein 27-jähriger Mann auf der Stadtrodaer Straße sich einer Verkehrskontrolle mit einem roten Moped der Marke Simson (S 51) zu entziehen. Nach waghalsigen Fahrmanövern und der Nutzung eines Radwegs endete die Flucht im Bereich des Burgauer Wehres. Verletzt wurde niemand.
Ein Atemalkoholtest lieferte schnell die Erklärung für das Fluchtverhalten: Das Gerät zeigte einen Wert von über 2 Promille an. Die Beamten leiteten ein Strafverfahren wegen Trunkenheit im Verkehr nach § 316 Abs. 2 StGB ein, ordneten eine Blutentnahme an und stellten den Führerschein sicher.
Hintergrund: Schutz vor Schockanrufen
Betrüger nutzen bei Schockanrufen gezielt den Überraschungsmoment und die emotionale Belastung von älteren Menschen aus. Die Täter agieren meist hochprofessionell, geben sich als Polizei, Staatsanwaltschaft oder Ärzte aus und drängen ihre Opfer zu schnellen Handlungen. Die Thüringer Polizei rät, bei solchen Anrufen sofort aufzulegen und die Polizei über den Notruf 110 zu verständigen.
Quelle:
LPI-J: Medieninformation der LPI Jena vom 30.08.2026
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