Jena, 16.09.2026 – Ein Forschungsteam am Max-Planck-Institut für chemische Ökologie hat eine bislang unbekannte Strategie bestimmter Pilze entdeckt, mit der sie die chemischen Abwehrstoffe von Fichten neutralisieren. Die Erkenntnisse liefern wichtige Ansatzpunkte für den modernen Waldschutz in europäischen Regionen.
- Thema: Wechselwirkung zwischen Borkenkäfer-Pilzen und Fichtenabwehr
- Forschungseinrichtung: Max-Planck-Institut für chemische Ökologie Jena
- Kernmechanismus: Neutralisation von Abwehrmechanismen durch Anbindung von Ribose
- Datum: 16.09.2026
Wissenschaftlicher Mechanismus: Wie Pilze die Fichtenabwehr überwinden
Borkenkäfer schleppen spezifische Pilze in die Bäume ein, die das Eindringen in den Wirtsbaum erleichtern. Die aktuellen Untersuchungen der Jenaer Forscher zeigen, dass viele dieser Pilze in der Lage sind, die toxischen Abwehrstoffe der Fichten gezielt zu verstoffwechseln. Dabei wurde ein konkreter chemischer Mechanismus identifiziert: Jene Pilze, die Fichtenabwehrstoffe am effektivsten durch die Anbindung des Zuckers Ribose unschädlich machen konnten, zeigten ein besonders starkes Wachstum in der Fichtenborke.
Durch diese Entgiftung der Baumabwehr wird dem Borkenkäfer und dem assoziierten Pilz die Besiedlung des Holzes erheblich erleichtert. Die genaue Kenntnis dieser molekularen Prozesse eröffnet neue Perspektiven, um die Mechanismen hinter großflächigen Käferplagen besser zu verstehen.
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Hintergrund zum Waldschutz
Der Schutz von Fichtenbeständen gewinnt angesichts des Klimawandels und steigender Durchschnittstemperaturen zunehmend an Bedeutung. Da geschwächte Bäume weniger Harz produzieren und der chemischen Abwehr weniger Energie widmen können, sind interdisziplinäre Forschungsansätze wie die des Max-Planck-Instituts unerlässlich, um langfristige Strategien zur Bewahrung gefährdeter Waldökosysteme zu entwickeln.
Ausblick für den Waldschutz
Die gewonnenen Daten der Jenaer Ökologen sollen künftig dabei helfen, präventive Maßnahmen gegen den Befall durch den Buchdrucker und andere Borkenkäferarten zu entwickeln. Ob sich aus den biochemischen Erkenntnissen konkrete Schutzmittel für die Forstwirtschaft ableiten lassen, müssen weiterführende Studien zeigen.
Quelle:
Pilze entschärfen Fichtenabwehr mit Zucker
Transparenz-Hinweis: Dieser Artikel wurde automatisiert erstellt, redaktionell geprüft und mit KI-Unterstützung erweitert.