Neue Online-Hilfe „Resiliente Wissenschaft“ für angegriffene Forschende in Jena

Jena, 10.06.2026 – Die Friedrich-Schiller-Universität Jena hat ein neues Online-Angebot namens „Resiliente Wissenschaft“ veröffentlicht. Das Portal soll Wissenschaftler und Lehrende aktiv im Umgang mit wissenschaftsfeindlichen sowie politisch motivierten Angriffen unterstützen.

  • Projekt: Online-Plattform „Resiliente Wissenschaft“
  • Entwickler: KomRex (Zentrum für Rechtsextremismusforschung, Demokratiebildung und gesellschaftliche Integration)
  • Zielgruppe: Forschende und Lehrende
  • Sprachen: Deutsch und Englisch
  • Offizielle Webseite: komrex.uni-jena.de/5830/resiliente-wissenschaft

Steigende Anfeindungen: Die gesellschaftliche Relevanz

Die Notwendigkeit für ein solches Hilfsangebot resultiert aus einer spürbaren Zunahme von Anfeindungen und Bedrohungen gegenüber der Wissenschaft. Eine Studie des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) verdeutlicht das Ausmaß: Demnach haben rund 45 Prozent der im Jahr 2023 befragten Forschenden bereits persönlich Formen von Wissenschaftsfeindlichkeit erlebt. Angriffe reichen von digitalem Hass über gezielte Einschüchterungsversuche bis hin zu physischen Bedrohungen, was die akademische Freiheit und den gesellschaftlichen Diskurs zunehmend belastet.

Konkrete Hilfsangebote der Plattform

Die Plattform bündelt praxisnahe Schutzmaßnahmen und Handlungsempfehlungen, um Betroffenen schnelle und strukturierte Unterstützung zu bieten. Zu den zentralen Hilfsangeboten der Webseite und der begleitenden Broschüre gehören:

  • Prävention und Datenschutz: Tipps und Vorgehensweisen zum wirksamen Schutz persönlicher Daten (Prävention von Doxing).
  • Netzwerkbildung: Aufbau und Vermittlung von kollegialen Unterstützungsnetzwerken zur internen Absicherung.
  • Sicherheit bei Events: Organisatorische und sicherheitsrelevante Vorkehrungen für die Durchführung von Veranstaltungen.
  • Krisenintervention: Konkrete Handlungsschritte und Verhaltensempfehlungen in akuten Bedrohungssituationen.
  • Anlaufstellen: Übersicht zu internen und externen Beratungsstellen für Betroffene.

Die Rolle des KomRex

Entwickelt wurde das zweisprachige Informationsportal vom Jenaer Zentrum für Rechtsextremismusforschung, Demokratiebildung und gesellschaftliche Integration (KomRex). Unter der wissenschaftlichen Leitung von Direktor Prof. Dr. Tobias Rothmund fungiert das KomRex als zentrale Schnittstelle. Es verknüpft sozialwissenschaftliche Forschung zu gesellschaftlichen Polarisierungstendenzen direkt mit praktischen Schutzkonzepten, um die Widerstandsfähigkeit von Wissenschaftsinstitutionen nachhaltig zu stärken.

🎭 Hintergrund: Das KomRex an der Universität Jena

Das Zentrum für Rechtsextremismusforschung, Demokratiebildung und gesellschaftliche Integration (KomRex) ist eine wissenschaftliche Einrichtung der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Es bündelt interdisziplinäre Forschungsprojekte zu den Themen Rechtsextremismus, Radikalisierung, Vorurteilsforschung und politische Bildung. Durch die Veröffentlichung praxisnaher Leitfäden wie „Resiliente Wissenschaft“ trägt das KomRex aktiv dazu bei, demokratische Strukturen an Hochschulen zu festigen und das Bewusstsein für die Gefahren wissenschaftsfeindlicher Strömungen in der Öffentlichkeit zu schärfen.


Quelle:

Neue Online-Hilfe für angegriffene Forschende


Transparenz-Hinweis: Dieser Artikel wurde automatisiert erstellt, redaktionell geprüft und mit KI-Unterstützung erweitert.