Medizinstudium ohne NC: Uni Jena führt Landarztquote ab Herbst ein

Jena, 04.03.2026 – An der Friedrich-Schiller-Universität Jena gibt es ab dem kommenden Herbst eine wegweisende Neuerung für angehende Mediziner: Erstmals ist das Studium der Human- und Zahnmedizin im Freistaat ohne den strengen Numerus Clausus (NC) möglich. Den Rahmen dafür bildet die nun startende Landarztquote.

  • Was: Studium der Human- und Zahnmedizin ohne NC
  • Wo: Universität Jena
  • Wann: Ab dem kommenden Wintersemester (Herbst 2026)
  • Aktueller Status: Die Bewerbungsphase hat begonnen
  • Bedingung: Verpflichtung zur späteren Tätigkeit in unterversorgten ländlichen Regionen

Neue Chancen für den Ärztenachwuchs in Thüringen

Der Startschuss für die Bewerbungen ist gefallen. Mit der Umsetzung der Landarztquote reagiert Thüringen auf den zunehmenden Mangel an Haus-, Fach- und Zahnärzten abseits der großen Städte wie Jena oder Erfurt. Ab dem Herbst können sich Interessierte für die begehrten Plätze einschreiben, bei denen bisher der Notendurchschnitt im Abitur eine unüberwindbare Hürde für den Traum vom Arztberuf darstellte.

Statt der reinen Abiturnote zählen bei diesem speziellen Auswahlverfahren andere Kriterien. Hierzu gehören meist Vorerfahrungen im medizinischen oder pflegerischen Bereich, das Ergebnis von fachspezifischen Eignungstests sowie die persönliche Motivation der Bewerber, sich für die ländliche Versorgung zu engagieren.

Hintergrund: So funktioniert die Landarztquote

Das Prinzip der Landarztquote ist ein politisches Instrument zur Sicherstellung der medizinischen Versorgung im ländlichen Raum. Studierende, die über diese Quote einen Studienplatz erhalten, verpflichten sich vertraglich dazu, nach ihrer Facharztausbildung für einen längeren Zeitraum (in der Regel bis zu zehn Jahre) in einer unterversorgten Region zu praktizieren.

Die Universität Jena beheimatet mit dem Universitätsklinikum Jena (UKJ) die einzige medizinische Fakultät des Freistaats. Angesichts einer massiven Pensionierungswelle bei niedergelassenen Ärzten in ländlichen Gebieten Thüringens gilt die Einführung der Quote als wichtiger Baustein, um die flächendeckende Patientenversorgung auch im nächsten Jahrzehnt aufrechtzuerhalten. Da auch viele ländliche Zahnarztpraxen künftig ohne Nachfolger dastehen, wurde die Regelung explizit auf die Zahnmedizin ausgeweitet.


Quelle:

Erstmals kann in Thüringen Medizin‑ und Zahnmedizin ohne NC studiert werden


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