Neuer Trainer an den Kernbergen: Marco Grote übernimmt beim FC Carl Zeiss Jena

Jena, 2. Juni 2026. Der FC Carl Zeiss Jena hat am Dienstag die wichtigste Personalie für die sportliche Zukunft des Vereins geklärt: Marco Grote wird neuer Cheftrainer an den Kernbergen. Der 53-Jährige unterschreibt beim Regionalligisten einen langfristigen Vertrag bis zum Jahr 2028.

  • Wer: Marco Grote (neuer Cheftrainer des FC Carl Zeiss Jena)
  • Laufzeit: Vertrag bis zum 30. Juni 2028
  • Hintergrund: Nachfolger von Volkan Uluc; UEFA-Pro-Lizenz-Inhaber
  • Fokus: Integration von Talenten aus dem eigenen Nachwuchs

Erfahrener Ausbilder mit Bundesliga-Erfahrung

Mit der Verpflichtung von Marco Grote holt der FC Carl Zeiss Jena einen ausgewiesenen Fachmann für die Entwicklung junger Spieler nach Thüringen. Grote war in den vergangenen drei Jahren beim Bundesligisten 1. FC Union Berlin tätig. Dort betreute er erfolgreich die U19-Junioren in der Nachwuchs-Bundesliga und stand zwischenzeitlich auch als Interimstrainer der Profimannschaft in der Bundesliga an der Seitenlinie.

Zuvor sammelte der gebürtige Bremer umfassende Erfahrungen im Nachwuchsbereich namhafter Vereine, darunter beim Hamburger SV und dem SV Werder Bremen, sowie als Co-Trainer beim VfL Osnabrück. Als Inhaber der UEFA-Pro-Lizenz erfüllt er zudem die höchsten formalen Anforderungen im deutschen Profifußball.

Neuausrichtung nach dem Uluc-Abschied

Die Besetzung des Trainerpostens ist gleichzeitig eine strategische Richtungsentscheidung für die kommenden Jahre. Trotz einer sportlich starken vergangenen Saison, in der die Thüringer unter Trainer Volkan Uluc nur hauchdünn den Staffelsieg und damit die Aufstiegsspiele zur 3. Liga verpassten, wurde dessen Vertrag nicht verlängert. Hintergrund waren unterschiedliche Auffassungen über die Ausrichtung des Vereins.

Während Uluc den Fokus primär auf den unmittelbaren Leistungsfußball legte, setzt der FC Carl Zeiss Jena konsequent auf sein Zukunftskonzept. Dieses sieht vor, junge Talente aus dem eigenen Nachwuchsleistungszentrum gezielt in die erste Mannschaft zu integrieren. Genau an dieser Schnittstelle soll Grote nun seine Stärken einbringen und den Spagat zwischen ambitioniertem Regionalliga-Fußball und nachhaltiger Ausbildung meistern.

🏛️ Das Ernst-Abbe-Sportfeld und die Nachwuchsförderung

Die eigene Jugendförderung ist traditionell ein zentraler Pfeiler beim FC Carl Zeiss Jena. Das vereinseigene Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) im Ernst-Abbe-Sportfeld gilt seit Jahrzehnten als Kaderschmiede für den ostdeutschen Fußball. Mit dem Neubau des Stadions und den verbesserten Infrastrukturen an den Kernbergen will der Verein verstärkt den eigenen Talenten den Sprung in den Herrenbereich ermöglichen, um langfristig auch wirtschaftlich stabil agieren zu können.


Quelle:

Neuer Mann an der Linie: Wer übernimmt das Kommando beim FC Carl Zeiss Jena?


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