Jena, 24. September 2026. Gesellschaftlicher Zusammenhalt ist eine wesentliche Voraussetzung, um globale Herausforderungen wie den Klimawandel und den Verlust der Biodiversität erfolgreich zu bewältigen. Zu diesem Ergebnis kommt ein neues Teilgutachten des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) mit dem Titel »Gesellschaftlicher Zusammenhalt stärkt Sicherheit«.
- Thema: Neues WBGU-Teilgutachten zu Sicherheit und Klimatransformation
- Mitautorin aus Jena: Prof. Dr. Aletta Bonn (Universität Jena / UFZ / iDiv)
- Kernforderung: Enge Verknüpfung von Klima- und Sozialpolitik sowie Ausbau lokaler Beteiligung
- Veröffentlichung: 24. September 2026
An dem aktuellen Gutachten hat auch Prof. Dr. Aletta Bonn von der Friedrich-Schiller-Universität Jena als Mitautorin maßgeblich mitgewirkt. Die Biodiversitätsforscherin betont, dass tiefgreifende Veränderungen in der Energie-, Verkehrs- und Wärmepolitik ohne soziale Gerechtigkeit auf Widerstand stoßen können. Wenn Kosten und Nutzen als ungerecht verteilt wahrgenommen werden, verschärfen sich gesellschaftliche Konflikte.
Rolle von Prof. Aletta Bonn in der Bundesberatung
Prof. Dr. Aletta Bonn ist Professorin für Ökosystemleistungen an der Universität Jena und leitet zudem das Department Biodiversität und Mensch am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) sowie am Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig. Seit November 2024 gehört sie dem WBGU an und bringt dort ihre Expertise zu Mensch-Natur-Beziehungen und partizipativen Formaten ein.
In der Bundesberatung setzt sie sich intensiv dafür ein, ökologische und soziale Fragen gemeinsam zu betrachten. Nachhaltige Veränderungen, so Bonn, benötigen neben technischen Lösungen vor allem Vertrauen, faire Teilhabe und die Erfahrung von Selbstwirksamkeit vor Ort.
Das Gutachten im Überblick: Kernempfehlungen
Das WBGU-Teilgutachten analysiert, wie gesellschaftlicher Resilienz und Sicherheit durch zielgerichtete politische Maßnahmen gestärkt werden können. Die wichtigsten Punkte lauten:
- Klima- und Sozialpolitik verbinden: Klimafreundliche Alternativen (etwa beim Heizungswechsel oder in der Mobilität) müssen auch für einkommensschwächere Haushalte zugänglich sein, um Überforderungen zu vermeiden.
- Beteiligung stärken: Frühzeitige und bürgernahe Beteiligungsverfahren – beispielsweise bei Windenergieprojekten – erhöhen die Akzeptanz und ermöglichen es den Menschen, Entscheidungen aktiv mitzugestalten.
- Gemeinsam Natur schützen: Gemeinsame Aktionen für eine gesunde Umwelt, wie das Wiederherstellen von Bächen oder das Pflanzen von Bäumen, fördern ein verbindendes Gemeinschaftsgefühl und stärken die lokale Selbstwirksamkeit.
- Offene Kommunikation: Politische Kommunikation sollte unterschiedliche Interessen transparent benennen und gemeinsame Vorteile von Transformationsprozessen in den Vordergrund stellen.
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Hintergrund: Über den WBGU und das Hauptgutachten
Der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) ist ein unabhängiges wissenschaftliches Beratungsgremium. Das aktuelle Kapitel ist Teil des umfassenderen Hauptgutachtens »Sicherheit – nachhaltig und integriert«. Wegen der dynamischen sicherheitspolitischen Lage werden einzelne Teile vorab veröffentlicht. Das vollständige Dokument steht auf der WBGU-Webseite zur Verfügung.
Kontakt und Informationen
Für Rückfragen zum Teilgutachten steht die Arbeitsgruppe an der Forschungsstelle zur Verfügung:
- Ansprechpartnerin: Univ.-Prof. Dr. Aletta Bonn
- Institution: Professur Ökosystemare Dienstleistungen / iDiv
- Adresse: Puschstraße 4, 04103 Leipzig (Google Maps)
- E-Mail: aletta.bonn@uni-jena.de
- Telefon: +49 341 9733153
- Webseite: iDiv Arbeitsgruppe Ökosystemleistungen
Quelle:
Gesellschaftlicher Zusammenhalt stärkt Sicherheit
Transparenz-Hinweis: Dieser Artikel wurde automatisiert erstellt, redaktionell geprüft und mit KI-Unterstützung erweitert.