Jena, 12. September 1986: Vor heimischem Publikum im Ernst-Abbe-Sportfeld gelang dem Mittelfeldspieler Jörg Burow vom FC Carl Zeiss Jena ein historischer Treffer. Im Flutlichtspiel der DDR-Oberliga gegen Stahl Brandenburg verwandelte er in der 68. Minute einen Freistoß direkt zum 1:0-Endspurt (Endstand 2:0).
- Ereignis: Jörg Burow erzielt das einzige „Tor des Monats“ aus der DDR-Oberliga
- Datum: 12. September 1986
- Akteure: FC Carl Zeiss Jena gegen Stahl Brandenburg
- Besonderheit: Medaillenübergabe erfolgte erst 1990 wegen politischer Restriktionen
Ein Freistoß schreibt ostdeutsche Fußballgeschichte
Dass der Jenaer Mittelfeldakteur ein feines Füßchen für ruhende Bälle hatte, war in der Oberliga hinlänglich bekannt. Doch dieser spezielle Bananenfreistoß aus spitzem Winkel, der sich um die von Stahl-Keeper Detlef Zimmer formierte Zwei-Mann-Mauer drehte, fand dank eines anwesenden ARD-Kamerateams den Weg in die Auswahl der Sportschau.
Gegen die prominente westdeutsche Bundesliga-Konkurrenz setzte sich Burow bei der Zuschauerwahl für den September 1986 durch. Damit blieb sein Treffer bis zum Ende der DDR der einzige, der jemals diese bundesweite Auszeichnung erhielt.
⭐⭐⭐⭐⭐ 4.8 / 5
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Hintergrund: Die verzögerte Ehrung
Obwohl der damals 25-jährige Burow von der ARD offiziell in die Sportschau nach Köln eingeladen wurde, verhinderten die DDR-Behörden die Reise. Die verdiente Medaille konnte dem Jenaer Spieler folglich erst vier Jahre später im Jahr 1990 durch ARD-Reporter Andi Witte überreicht werden.
Quelle:
September 1986: DDR-Kicker Jörg Burow erzielt „Tor des Monats“
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