- Vorreiterrolle: Jenawohnen kündigt an, zwei große Mietshäuser komplett mit kostenlosen Balkonsolaranlagen auszustatten.
- Entlastung: Die Mieter profitieren direkt von gesunkenen Stromkosten, ohne selbst investieren zu müssen.
- Klimaziel: Das Projekt ist ein weiterer Baustein der Stadt Jena auf dem Weg zur Klimaneutralität.
Jena (16.01.2026) – Es ist ein Paukenschlag für den lokalen Wohnungsmarkt und ein starkes Signal für die Energiewende direkt vor der Haustür: Die städtische Wohnungsgesellschaft Jenawohnen plant, zwei große Mietshäuser im Stadtgebiet mit sogenannten Balkonkraftwerken auszustatten – und das völlig kostenlos für die Mieter. Dies berichtet das Fachportal pv magazine Deutschland unter Berufung auf aktuelle Pläne des Unternehmens.
Pilotprojekt mit Signalwirkung für Thüringen
Während in den vergangenen Jahren immer mehr Privatpersonen in Eigenregie kleine Solaranlagen an ihre Balkongeländer montierten, geht der größte Vermieter der Saalestadt nun einen entscheidenden Schritt weiter. Anstatt darauf zu warten, dass Mieter Anträge stellen und die Investitionskosten selbst tragen, dreht Jenawohnen den Spieß um: Die Anlagen werden proaktiv gestellt.
Bei den betroffenen Gebäuden handelt es sich um zwei große Objekte aus dem Bestand. Auch wenn die genauen Adressen im ersten Schritt noch nicht detailliert kommuniziert wurden, liegt die Vermutung nahe, dass sich das Projekt auf die großen Quartiere wie Lobeda oder Winzerla konzentrieren könnte, wo die baulichen Gegebenheiten für eine solche flächendeckende Nachrüstung ideal sind. Ziel ist es, Erfahrungswerte zu sammeln, wie sich die Integration von dezentraler Energieerzeugung in großen Bestandsbauten technisch und organisatorisch am besten umsetzen lässt.
Entlastung der Mieter und Beitrag zum Klimaschutz
Das Prinzip ist so simpel wie genial: Die steckerfertigen Solaranlagen werden am Balkon installiert und direkt in die Steckdose der Wohnung eingespeist. Der erzeugte Strom wird unmittelbar im Haushalt verbraucht – etwa vom Kühlschrank, WLAN-Router oder Standby-Geräten. Das senkt den Strombezug aus dem Netz und damit die jährliche Stromrechnung der Bewohner spürbar.
Für Jena ist dieses Vorhaben von strategischer Bedeutung. Die Stadt hat sich ambitionierte Klimaziele gesetzt. Da der Gebäudesektor einer der größten Emittenten von CO2 ist, sind Lösungen gefragt, die über reine Dämmmaßnahmen hinausgehen. Wenn Jenawohnen als kommunales Unternehmen hier vorangeht, könnte dies eine Blaupause für andere Genossenschaften und Vermieter in der Region sein. Bisher scheiterten solche Projekte oft an bürokratischen Hürden oder der Frage, wer die Investitionskosten trägt. Mit dem Modell „Gratis-Solar“ wird die Einstiegshürde für die Mieter komplett beseitigt.
Ausblick: Wie geht es weiter?
Mit diesem Vorstoß reagiert Jenawohnen auch auf die gesetzlichen Erleichterungen, die in den letzten zwei Jahren für Balkonkraftwerke in Deutschland eingeführt wurden. Die Akzeptanz für die Mini-Solaranlagen ist in der Bevölkerung riesig. Dass ein Vermieter diese nun als festen Bestandteil der Wohnungsausstattung betrachtet, ist jedoch ein Novum in dieser Größenordnung.
Wir werden das Projekt weiter beobachten und berichten, sobald bekannt ist, wann genau die Installationen beginnen und um welche Gebäude es sich konkret handelt. Für die Mieter der ausgewählten Häuser dürfte das Jahr 2026 jedenfalls mit einer sonnigen Nachricht für den Geldbeutel beginnen.
Haben Sie Fragen zum Thema Balkonsolar in Jena oder wohnen Sie in einem der betreffenden Häuser? Schreiben Sie uns Ihre Meinung!
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Transparenz-Hinweis: Dieser Artikel wurde automatisiert erstellt, redaktionell geprüft und mit KI-Unterstützung aufbereitet.