Jena. – Die Alpen verformen sich auch heute noch, allerdings langsam und ungleichmäßig. Wie die Universität Jena mitgeteilt hat, belegt dies eine aktuelle Übersichtsstudie eines internationalen Forschungsteams unter ihrer Leitung, die im Fachjournal „Tectonics“ veröffentlicht wurde.
- Thema: Aktuelle tektonische Verformung der Alpen
- Institution: Universität Jena (Forschungsteam)
- Publikation: Fachjournal „Tectonics“
- Ursachen: Isostatische Ausgleichsbewegungen nach der letzten Eiszeit
Die Wissenschaftler kombinierten für ihre Untersuchung zahlreiche Daten aus den Bereichen Seismologie, Geodäsie sowie historischen Erdbebenaufzeichnungen. Ziel war es, die tektonische Entwicklung und Verformung der vergangenen rund eine Million Jahre detailliert nachzuzeichnen.
Regionale Unterschiede der Tektonik
Die Auswertung der Geodaten zeigt ein differenziertes Bild der alpinen Regionen:
- Südalpen: Hier konzentriert sich ein wesentlicher Teil der aktiven Verformung. Am Rand dieser Region kam es in der Vergangenheit zu schweren Erdbeben, wie 1976 im Friaul.
- Ostalpen: Im Inneren dieser Region wird Gesteinsmaterial langsam nach Osten verlagert, gemessen werden Werte zwischen 0,5 und 1,0 Millimetern pro Jahr.
- Dolomiten: Diese Region verweist laut der Untersuchung auf eine kaum messbare Verformung.
Interessant ist zudem die Erkenntnis, dass die gegenwärtige Deformation nicht direkt von tiefen geologischen Prozessen gesteuert wird. Die abgerissenen Reste der europäischen Platte unter dem Gebirge sind demnach nicht der Haupttreiber. Stattdessen spielen isostatische Ausgleichsbewegungen eine entscheidende Rolle: Die schmelzenden Gletscher haben seit dem Ende der letzten Eiszeit den Druck auf die Erdkruste verringert, wodurch sich diese allmählich hebt.
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Wanderkarte Saaletal und Jena
Detaillierte Wanderkarte für die Region Jena und das Saaletal für eigene Erkundungen in der Natur.
Hintergrund: Bedeutung für die Erdbebenforschung
Die neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse der Universität Jena sind von großer Bedeutung, um Naturgefahren wie Erdbeben in den Alpen künftig realistischer einzuschätzen. Durch das verbesserte Verständnis der lokalen Bewegungsmuster und Krustenprozesse können Risikogebiete präziser identifiziert und Schutzmaßnahmen besser angepasst werden.
Quelle:
Jenaer Forschungsteam analysiert Verformung der Alpen
Transparenz-Hinweis: Dieser Artikel wurde automatisiert erstellt, redaktionell geprüft und mit KI-Unterstützung erweitert.