Jena, 19.07.2026. Das Uniklinikum Jena (UKJ) gehört zu den zentralen Standorten eines großangelegten mitteldeutschen Forschungsclusters am Deutschen Zentrum für Psychische Gesundheit. Bis zum Jahr 2030 fließen insgesamt 130 Millionen Euro in die Region, um die Diagnostik und Therapie bei psychischen Erkrankungen, insbesondere Depressionen, grundlegend zu verbessern.
- Thema: Großforschungsprojekt zur Depressionsbehandlung
- Fördersumme: 130 Millionen Euro bis 2030
- Beteiligte: UKJ, Universität Halle-Wittenberg, Universität Magdeburg, Leibniz-Institut Magdeburg
- Kerntechnologie: Transkranielle Magnetstimulation (TMS)
Innovativer Therapieansatz: Magnetstimulation statt nur Medikation
Da herkömmliche Therapien und Medikamente nach Angaben von Prof. Martin Walter, Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am UKJ, nur bei etwa der Hälfte der Betroffenen vollumfänglich wirken, sucht die Forschung nach neuen Wegen. Ein zentraler Ansatz ist die Transkranielle Magnetstimulation (TMS). Dabei wird mittels einer Magnetspule ein schwacher Stromfluss im Gehirn induziert, um gezielt Nervenzellen zu aktivieren oder auszugleichen.
Das Ziel ist es, das Gehirn als komplexes Netzwerk aus verschieden stark aktivierten Regionen zu begreifen. Durch die TMS können unterregulierte Areale gezielt gestärkt und überregulierte Bereiche gedämpft werden – eine individuelle Anpassung an die Anatomie des Patienten steht dabei im Zentrum der Forschung in Jena.
🛡️ Prävention & Ratgeber: Hilfe bei psychischen Krisen
Psychische Erkrankungen sind kein Tabu. In Thüringen stehen Betroffenen und Angehörigen zahlreiche Beratungsangebote zur Verfügung. Hier finden Sie eine Auswahl an Hilfsangeboten:
- Notfallseelsorge & Krisenintervention: 112
- Telefonseelsorge (24/7): 0800 111 0 111
- Informationen für Jugendliche: Beratungsstellen bieten oft anonyme Unterstützung bei akuten Belastungen.
- Forschung & Kliniken: Weitere Informationen zur tagesstationären Behandlung finden Sie unter uniklinikum-jena.de.
Quelle:
Forschung gegen Depressionen: Uniklinik Jena profitiert von Förderspritze
Transparenz-Hinweis: Dieser Artikel wurde automatisiert erstellt, redaktionell geprüft und mit KI-Unterstützung erweitert.