Jena: Ultras drohen mit Boykott des Thüringenderbys

Jena, 06.08.2026: Das kommende Thüringenderby zwischen dem FC Carl Zeiss Jena und dem FC Rot-Weiß Erfurt könnte in der Jenaer Südkurve ohne die aktive Fanszene stattfinden. Die Gruppe „Horda Azzuro“ hat angekündigt, den Block N1 nicht zu betreten, sollte die Kapazität nicht auf das baulich mögliche Maß angehoben werden.

  • Ereignis: Drohender Boykott der Südkurve
  • Grund: Kapazitätsbeschränkung auf 800 Plätze
  • Forderung: Freigabe der vollen Kapazität (1.061 Plätze)
  • Derby-Termin: Sonntag, 14:00 Uhr

Konflikt um Kapazitätsauflagen

Obwohl die bauliche Maximalkapazität des Ultra-Blocks im neuen Ernst-Abbe-Sportfeld bei 1.061 Plätzen liegt, hat die Stadt Jena für die Saison 2026/27 eine Begrenzung auf 800 Anhänger festgelegt. Diese Einschränkung war ursprünglich eine Bedingung, um den Verbleib der Ultras in der Südkurve trotz der Nähe zum Gästebereich zu ermöglichen. Die Fanszene bewertet diese anhaltende Limitierung nun als unbegründet.

Hintergrund: Sicherheit und Stadionbau

Beim Bau des neuen Ernst-Abbe-Sportfeldes standen die Sicherheitskonzepte und die räumliche Trennung der Fanlager im Zentrum der behördlichen Planung. Insbesondere bei Risikospielen werden Kapazitäten oft durch die Stadt Jena angepasst, um die Fanströme sicher zu kanalisieren und eine räumliche Distanz zwischen den rivalisierenden Gruppen zu gewährleisten.

Parallele zur RWE-Problematik

Die aktuelle Situation erinnert an den Ticketstreit beim letzten Derby im Mai 2026. Damals boykottierte der RWE die Auswärtskarten, da das Kontingent für Gästefans ebenfalls auf 800 Plätze beschränkt war. Für das bevorstehende Duell wurde das Kontingent für die Gäste aus Erfurt auf 1.415 Tickets erhöht, was von den Vereinen als konstruktives Signal gewertet wurde. Der FC Carl Zeiss Jena hat unterdessen beim Verwaltungsgericht Gera einen Eilantrag gegen den aktuellen Auflagenbescheid eingereicht, um eine Erhöhung der Kapazität für die eigene Kurve zu erreichen.


Quelle:

Jena-Ultras drohen mit Boykott des Thüringenderbys


Transparenz-Hinweis: Dieser Artikel wurde automatisiert erstellt, redaktionell geprüft und mit KI-Unterstützung erweitert.