Jena-Optronik: Sternsensoren im Weltall

Jena, 26. September 2026 – Seit wenigen Wochen befindet sich das neue «Nancy Grace Roman Space Telescope» im All und soll entscheidende Erkenntnisse über Exoplaneten und dunkle Materie liefern. Maßgeblich an der Ausrichtung des Weltraumteleskops beteiligt ist Technologie aus Thüringen: Das auf Weltraumtechnik spezialisierte Unternehmen Jena-Optronik hat hochpräzise Sternsensoren für die Mission geliefert.

  • Ereignis: Einsatz von Jenaer Raumfahrttechnik im neuen NASA-Teleskop
  • Technologie: Drei optische Sternsensoren zur Lagebestimmung im Weltall
  • Unternehmen: Jena-Optronik mit langer Tradition in der Satellitentechnik
  • Meilenstein: Start der Mission am 30. August 2026 in Florida
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Präzise Orientierung im Universum

Ein Sternsensor ist ein optisches Messinstrument, das die Position von Sternen fotografiert und auswertet. „Damit kann die genaue Ausrichtung oder Lage von Satelliten und Raumfahrzeugen im Weltall bestimmt werden“, erklärte Sabine Ludwig, Projektleiterin für die Sternsensoren bei Jena-Optronik. Im Inneren des Sensors befindet sich ein spezialisierter Sternkatalog der hellsten Himmelskörper. Durch den automatischen Abgleich der aufgenommenen Bilder mit diesem Katalog wird die exakte Position im All ermittelt.

Die Expertise des Unternehmens reicht bis in die DDR-Zeit zurück. Sensoren aus Jena waren bereits bei zahlreichen internationalen Weltraummissionen im Einsatz. Im Juni 2022 übergab das Team die drei Sternsensoren gemeinsam mit Testsystemen an die US-Raumfahrtbehörde NASA zum Goddard Space Flight Center in Maryland. Am 30. August 2026 startete die Mission schließlich erfolgreich vom Kennedy Space Flight Center in Florida.

Wissenschaftlicher Mehrwert im Vergleich zu Hubble

Das neue Teleskop ist nach Nancy Grace Roman benannt, einer der ersten Frauen in leitender Position bei der NASA. Es gilt als technologischer Quantensprung im Vergleich zu dem im Jahr 1990 gestarteten Vorgängerteleskop «Hubble». Während Hubble einzelne Galaxien und Nebel im Detail ansteuert, arbeitet das neue Teleskop mit einer völlig neuen Methodik.

Das Gesichtsfeld des Roman-Teleskops ist rund 100-mal größer als das von Hubble. Beobachtungen, für die Hubble ein Jahrhundert benötigen würde, kann das neue System in nur einem Monat durchführen. Positioniert in einem stabilen Orbit um den Lagrange-Punkt 2, liefert es hochauflösende Großformataufnahmen. Dies ermöglicht Wissenschaftlern die Sammlung umfangreicher statistischer Daten über dunkle Energie, dunkle Materie und Exoplaneten.

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Die Missionsdauer ist zunächst auf fünf Jahre ausgelegt, eine Verlängerung auf bis zu zehn Jahre ist dank des energieeffizienten Solarpaneel-Betriebs im stabilen Orbit möglich. Erste wissenschaftliche Aufnahmen des Teleskops werden für Anfang 2027 erwartet.


Quelle:

«Nancy Grace Roman»-Teleskop: Mit Technologie aus Jena das Weltall erkunden


Transparenz-Hinweis: Dieser Artikel wurde automatisiert erstellt, redaktionell geprüft und mit KI-Unterstützung erweitert.