Jena: Mit „MikroSafari“ Biodiversität im Garten erforschen

Jena, 13.08.2026 – Wie beeinflusst die Pflege des eigenen Gartens die lokale Insekten- und Pflanzenwelt? Im Rahmen ihrer Doktorarbeit untersucht die Biologin Maya Bosch die Biodiversität in Jenaer Kleingärten und ruft Bürgerinnen und Bürger zum Mitmachen auf.

  • Projekt: Wissenschaftliche Erhebung „MikroSafari“
  • Ziel: Analyse von Artenvielfalt, Mikroklima und Bodenaktivität in Kleingärten
  • Methodik: Fallen für Insekten, Mikroklima-Logger, Stoffproben
  • Teilnahme: Online-Anmeldung unter umfrage.uni-leipzig.de

So funktioniert die wissenschaftliche Datenerhebung im Garten

Das Projekt „MikroSafari“ setzt auf sogenannte Citizen Science – die aktive Mithilfe von Bürgerinnen und Bürgern bei wissenschaftlichen Untersuchungen. Kleingärtner aus dem Stadtgebiet Jena erhalten dafür ein spezielles Experimentierset, mit dem sie Daten direkt in ihren Parzellen erheben.

Das Test-Equipment umfasst verschiedene Werkzeuge zur Analyse des Ökosystems:

  • Vier Arthropoden-Fallen: Damit werden Gliederfüßer wie Käfer, Spinnen oder Tausendfüßer erfasst, um Rückschlüsse auf die Artenzusammensetzung zu ziehen.
  • Ein Mikroklima-Logger: Diese kleine Messstation zeichnet automatisch kontinuierlich die Temperatur sowie die Bodenfeuchte vor Ort auf.
  • Stoffproben zur Bodenaktivität: Spezielle Stoffstücke werden für zwei Wochen im Boden vergraben. Aus der Gewichtsveränderung lässt sich präzise ablesen, wie aktiv die Bodenorganismen arbeiten.

Klimawandel und Stadtklima im Blick

Durch die Verteilung der Kleingärten über das gesamte Stadtgebiet lassen sich zudem wertvolle wissenschaftliche Erkenntnisse darüber gewinnen, wie sich die heimische Fauna im Zuge von Klimawandel und urbaner Nachverdichtung verändert. Wer das Projekt unterstützen möchte, gelangt direkt hier zur Online-Umfrage für MikroSafari-Teilnehmer.

Bedeutung von Kleingärten für das Jenaer Stadtklima

Kleingartenanlagen spielen eine zentrale Rolle für das ökologische Gleichgewicht in Jena. Neben ihrer Funktion als Naherholungsräume dienen die Grünflächen im Saaletal als wichtige Kaltluftentstehungsgebiete und Trittsteinbiotope für viele Tier- und Pflanzenarten. Inwieweit unterschiedliche Formen des Gartenmanagements – etwa naturnahes Gärtnern im Vergleich zu stark gepflegten Rasenflächen – die biologische Vielfalt fördern, wird durch das Forschungsprojekt nun systematisch erfasst.


Quelle:

Auf Safari durch den eigenen Garten


Transparenz-Hinweis: Dieser Artikel wurde automatisiert erstellt, redaktionell geprüft und mit KI-Unterstützung erweitert.