Jena hofft auf Titel als Exzellenzuniversität

Jena, 02. Oktober 2026 – Die Friedrich-Schiller-Universität (FSU) blickt dem späten Freitagnachmittag mit großer Spannung entgegen: Dann entscheidet sich, ob die Hochschule künftig den Titel Exzellenzuniversität tragen darf. Es wäre das erste Mal, dass eine thüringische Hochschule diesen Status erreicht.

  • Ereignis: Entscheidung über Exzellenzstatus für die FSU Jena
  • Zeitpunkt: Freitag, 02. Oktober 2026, am späten Nachmittag
  • Bedeutung: Erste Exzellenzuniversität für den Wissenschaftsstandort Thüringen
  • Förderbeginn: 1. Januar 2027 (bei erfolgreicher Vergabe)
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Bedeutung der Entscheidung für den Standort Jena

Die Vergabe des Exzellenzstatus ist für die Stadt Jena und die gesamte Region von herausragender wirtschaftlicher und wissenschaftlicher Bedeutung. Das Programm von Bund und Ländern soll Spitzenforschung stärken und die internationale Sichtbarkeit der Hochschulen erhöhen. Neben dem enormen Prestigewinn ist der Titel mit erheblichen finanziellen Mitteln verknüpft, die in den vergangenen Förderphasen bei rund zwölf Millionen Euro pro Jahr lagen. Eine positive Entscheidung würde den Wissenschaftsstandort Jena nachhaltig stärken und die Vernetzung mit der regionalen Hochtechnologie-Industrie weiter vertiefen.

Der Weg zum Exzellenzstatus

Der Weg dorthin war lang und anspruchsvoll. Um sich bewerben zu können, mussten Universitäten mindestens zwei erfolgreiche, disziplinübergreifende Forschungsprojekte – sogenannte Exzellenzcluster – vorweisen. Jena überzeugte die Gutachter in den vergangenen Jahren gleich zweifach:

  • Balance of the Microverse: Erforschung von Mikroorganismen (Förderung im Mai 2025 zum zweiten Mal bestätigt).
  • Imaginamics: Neues Cluster zur Untersuchung von gesellschaftlichen Konflikten und Debatten.
  • Antragstellung: Im November reichte die Universität den Vollantrag unter dem Titel «Light. Life. Liberty. – Connecting People and Ideas» beim Wissenschaftsrat ein.
  • Begutachtung: Im Juni 2025 machte sich eine internationale Gutachtergruppe vor Ort in Jena ein Bild von der Leistungsfähigkeit der Hochschule.

Übersicht der Entscheidungsgremien und der Konkurrenz

Über die Vergabe entscheidet die Exzellenzkommission. Diese setzt sich aus einem 39-köpfigen Expertenkomitee aus der Wissenschaft sowie den zuständigen Wissenschaftsministern von Bund und Ländern zusammen. Den Vorsitz führen die Präsidentin der Deutschen Forschungsgemeinschaft und der Vorsitzende des Wissenschaftsrats. Bisher gibt es in Deutschland neun Universitäten und einen Verbund mit diesem Status, darunter die TU Dresden sowie der Berliner Exzellenzverbund. Neben Jena haben sich zehn weitere Hochschulen um die bis zu fünf neu zu vergebenden Plätze beworben.

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Hintergrund: Die FSU Jena als Wissenschaftsmotor

Die Friedrich-Schiller-Universität prägt das Leben in Jena seit Jahrhunderten. Mit rund 18.000 Studierenden und enger Verknüpfung zu außeruniversitären Forschungseinrichtungen sowie der Optik- und Medizintechnik-Branche bildet sie das Fundament für das moderne Jena als Stadt der Wissenschaft und Innovation.

Sollte Jena den Zuschlag erhalten, beginnt die offizielle Förderung zum 1. Januar 2027. Der Status wird dauerhaft gewährt, setzt jedoch voraus, dass sich die Universität alle sieben Jahre einer strengen wissenschaftlichen Evaluation stellt.


Quelle:

Millionenförderung: Wird Jena Exzellenzuniversität?


Transparenz-Hinweis: Dieser Artikel wurde automatisiert erstellt, redaktionell geprüft und mit KI-Unterstützung erweitert.