Jena, 31.07.2026: Die Fällung eines gesunden Ginkgo-Baumes vor der ehemaligen Goethe-Apotheke in der Weigelstraße sorgt für Aufmerksamkeit. Die Stadtverwaltung begründet den Eingriff mit der geplanten Umnutzung des Gebäudes in ein Bistro inklusive Außengastronomie.
- Ort: Weigelstraße, Jena
- Datum: 31.07.2026
- Maßnahme: Fällung eines weiblichen Ginkgos
- Grund: Vermeidung von Geruchsbelästigung durch Samen
Wie Oberbürgermeister Dr. Thomas Nitzsche in einer Videobotschaft erläuterte, produzieren weibliche Ginkgo-Bäume Samen, die beim Herabfallen einen intensiven Geruch nach Buttersäure entwickeln. Um die Aufenthaltsqualität für Gäste im geplanten Außenbereich nicht zu beeinträchtigen, hat die Baumschutzkommission der Stadt den Eingriff genehmigt.
Ersatzpflanzung geplant
Als Ausgleichsmaßnahme ist an derselben Stelle eine Ersatzpflanzung vorgesehen. Die Stadt strebt hierbei die Anpflanzung eines männlichen Ginkgos an, da diese keine geruchsbildenden Samen produzieren. Die Verwaltung wies jedoch darauf hin, dass das Geschlecht eines jungen Baumes oft erst nach einigen Jahren zweifelsfrei bestimmt werden kann.
Hintergrund: Der Ginkgo in der Stadtplanung
Der Ginkgo biloba ist ein beliebter Stadtbaum, der aufgrund seiner Robustheit geschätzt wird. Die Problematik weiblicher Exemplare, die nach der Blüte samenartige Früchte mit buttersäurehaltigem Fruchtfleisch abwerfen, stellt in der Außengastronomie häufig einen Zielkonflikt zwischen ökologischer Begrünung und hygienischen Aspekten dar. Viele Kommunen setzen daher bei Neupflanzungen gezielt auf männliche Klone, um die Geruchsbelastung zu vermeiden.
Die vollständige Stellungnahme des Oberbürgermeisters kann in der Mediathek unter jenatv.de abgerufen werden.
Quelle:
Ginkgo-Fällung: Stadt erklärt die Gründe
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