Jena, 06.07.2026 – Der Stadtrat hat die offizielle Einsetzung des Strategie-Boards für den zukunftsweisenden Prozess „Jena 2035“ beschlossen. Das beratende Gremium soll die Entwicklung der thüringischen Universitätsstadt langfristig begleiten und dabei Verwaltung, Politik und Bürgerschaft eng zusammenbringen.
- Projekt: Strategieprozess „Jena 2035“ (Fortschreibung von „Jena 2030“)
- Gremium: Offiziell bestätigtes Strategie-Board mit 26 Mitgliedern
- Zentraler Fokus: Gemeinsame Zukunftsvision unter Einbeziehung der Stadtgesellschaft
- Verbindung: Enge Verzahnung der inhaltlichen Ziele mit der Finanzplanung der Stadt
- Nächste Meilensteine: Vorstellung der Finanzstrategie (September 2026), Ratsbeschluss zum Strategierahmen (Q1 2027)
Neuer Fahrplan für Jena: Von der Verwaltung zur Stadtgesellschaft
Seit Beginn der 2020er Jahre haben sich die wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und finanziellen Rahmenbedingungen für Kommunen massiv verändert. Um auf diese neuen globalen und lokalen Herausforderungen flexibel reagieren zu können, treibt die Stadtverwaltung die Weiterentwicklung ihres bisherigen Konzepts „Jena 2030“ voran. Mit dem neuen Prozess „Jena 2035“ soll ein tragfähiger, moderner Rahmen geschaffen werden, der bestehende Fachstrategien und Konzepte bündelt.
Ein wesentlicher Unterschied zu früheren Planungen liegt im methodischen Ansatz: Anstatt rein verwaltungsinterne Leitlinien vorzugeben, setzt Oberbürgermeister Thomas Nitzsche auf eine breite Allianz. Während im Stadtrat oft über konkrete, punktuelle Einzelprojekte wie die vorgeschlagene SaaleWelle Jena debattiert wird, soll der Prozess „Jena 2035“ die übergeordnete Klammer für alle zukünftigen Vorhaben bilden. Das Ziel ist eine von einer breiten Mehrheit getragene Zukunftsvision, die als Kompass für alle künftigen Entscheidungen dient.
Das Strategie-Board: Ein breites Bündnis ohne politische Barrieren
Um verschiedene Blickwinkel effektiv zu bündeln, wurde bereits im März 2026 das temporäre Strategie-Board ins Leben gerufen, welches nun durch den Stadtrat offiziell legitimiert wurde. Das Gremium, das sich bereits zu drei intensiven Arbeitssitzungen getroffen hat, setzt sich aus insgesamt 26 stimmberechtigten Akteuren zusammen:
- 14 Vertreterinnen und Vertreter aus unterschiedlichen Bereichen der Jenaer Stadtgesellschaft (Wirtschaft, Wissenschaft, Soziales und Kultur)
- 7 Abgesandte der verschiedenen Stadtratsfraktionen
- Der Oberbürgermeister sowie die vier Dezernenten der Stadtverwaltung
Wichtig ist dabei die Arbeitsweise des Boards: Es besitzt keine direkte Beschluss- oder Entscheidungskompetenz, sondern fungiert als reines Beratungsorgan. Es reflektiert Ideen, bringt konträre Perspektiven an einen Tisch und erarbeitet Impulse. Die finale politische Entscheidungshoheit verbleibt verfassungsgemäß beim Stadtrat.
Verzahnung von Vision und Finanzplanung
Ein häufiges Problem kommunaler Strategieprozesse ist die mangelnde finanzielle Umsetzbarkeit. Diesem Risiko will Jena gezielt entgegenwirken. Parallel zur inhaltlichen Vision erarbeitet die Verwaltung eine umfassende Finanzstrategie, die bereits im September 2026 dem Stadtrat vorgelegt werden soll.
Diese Finanzstrategie soll transparent regeln, wie die zur Verfügung stehenden, begrenzten Mittel entlang der neu definierten strategischen Prioritäten verteilt werden. Investitionen sollen dadurch nicht mehr nach dem Gießkannenprinzip, sondern zielgerichtet und nachvollziehbar priorisiert werden. Nur Projekte, die in das Gesamtkonzept „Jena 2035“ einzahlen, erhalten somit eine realistische Realisierungschance.
Bürgerbeteiligung als zentraler Baustein
Die Arbeit des Strategie-Boards findet nicht hinter verschlossenen Türen statt. Bis Ende des Jahres 2026 soll im Gremium der Rohentwurf für die Zukunftsvision stehen. Im Anschluss ist eine breit angelegte Bürgerbeteiligung geplant. Die Einwohnerinnen und Einwohner Jenas erhalten die Gelegenheit, die Entwürfe in verschiedenen Formaten öffentlich zu diskutieren, Kritik einzubringen und eigene Ideen zu ergänzen. Die Ergebnisse dieser Beteiligungsphase fließen direkt in den finalen Strategierahmen ein, der im ersten Quartal 2027 dem Stadtrat zur finalen Beschlussfassung vorgelegt wird.
🏛️ Historische Kulisse für die Zukunft der Stadt
Die konstituierende Sitzung des Strategie-Boards fand am 13. März 2026 im Historischen Rathaus von Jena statt. Das barocke Gebäude am Markt, dessen Wurzeln bis ins 14. Jahrhundert zurückreichen, bildet seit Jahrhunderten das administrative und politische Herz der Stadt. Dass zukunftsweisende Prozesse wie „Jena 2035“ in diesen historischen Mauern angestoßen werden, unterstreicht die Verbindung von Tradition und Moderne, die Jena als dynamischen Wissenschafts- und Hightech-Standort in Thüringen auszeichnet.
Quelle:
Strategieprozess „Jena 2035“ wird weiterentwickelt
Transparenz-Hinweis: Dieser Artikel wurde automatisiert erstellt, redaktionell geprüft und mit KI-Unterstützung erweitert.
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